17. April 2015 | Research & Development

Schmelzspinnfasern auf der Basis kompostierfähiger Biopolymere im Automobilbau

Ziel des EU-Projektes BIOFIBROCAR ist es, die gegenwärtig für Autointerieur eingesetzten Polyester- und Polypropylenfasern durch PLA-Fasern zu substituieren. Durch den Einsatz von speziellen Additiven werden gezielte Eigenschaftsverbesserungen angestrebt, um die im Automobilbau geforderten Materialparameter zu erfüllen. PLA-Fasern mit gezielt eingestellten Schmelzpunkten gestatten außerdem die Applikation der in der Formteilherstellung üblichen Technologien.

Im Projektkonsortium sind insgesamt neun Partner (vier Forschungseinrichtungen, fünf KMU) aus drei Ländern (Deutschland, Spanien und Niederlande) vertreten. Das spanische Textilforschungsinstitut AITEX ist mit der Projekt-Koordination betraut. Die von AITEX hergestellten und modifizierten PLA-Fasern werden am Sächsischen Textilforschungsinstitut versuchsweise zu Vliesstoffen für die Formteilherstellung und für die Generierung des sogenannten Soft-touch-Effektes verarbeitet.

Das Institut für Textiltechnik Aachen (ITA) entwickelt ein auf PLA-Filamentgarnen basierendes Gewebe als Dekormaterial. Alle drei Komponenten werden als Verbund in einem Prototyp einer Türinnenverkleidung getestet, welche zu 100 % aus biobasierten Material besteht.

Besuchen Sie das STFI in auf der Techtextil in Halle 3.1, Stand H38; das ITA am Stand D05 in Halle 3.0.

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