Der älteste Standort des Konzerns ist, bedingt durch seine historische Entwicklung und einen Ausbau in mehreren Stufen, für wirtschaftliche Prozesse nicht mehr optimal ausgelegt. Das Konzept zur Erhaltung und Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit von HARTMANN am Standort Heidenheim sieht vor, die Fertigung auf die Kerngeschäftsbereiche zu fokussieren. Daraus folgt nach derzeitigen Planungen die Schließung der Bleicherei/Mullverarbeitung und der Gipsbindenfertigung ab Beginn des nächsten Jahres. Betroffene Produkte werden danach extern zugekauft, sodass sie weiterhin im HARTMANN-Angebot bleiben.
Gleichzeitig wird die Fertigung für die Kerngeschäftsbereiche OP-Sets, moderne Wundauflagen und Salbenkompressen in Heidenheim verstärkt. Darüber hinaus soll Heidenheim zu einem wettbewerbsfähigen, flexiblen Logistikstandort werden. Auch andere auf das Wachstum ausgerichtete Bereiche in der Konzernzentrale, wie IT, Entwicklung, strategisches Marketing, konzernweites Qualitätsmanagement und strategischer Einkauf, sollen ausgebaut werden. Überdies sind neue Arbeitsplätze für die Entwicklung von Systemangeboten der deutschen HARTMANN-Gesellschaft geplant. Das Standortkonzept beinhaltet gezielte Investitionen in die Infrastruktur von Gebäuden, Produktionsanlagen, Logistik und Büroflächen. Insgesamt werden über 5 Mio. Euro investiert.
Ziel ist es, im Rahmen dieses Standortkonzepts unter entsprechender Mitwirkung des Betriebsrats allen betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern alternative Arbeitsplätze am Standort anzubieten und darüber hinaus langfristig zukunftsfähige Arbeitsplätze aufzubauen. „Dieses Konzept ist ein ausdrückliches Bekenntnis zum Standort Heidenheim und seiner Zukunftsfähigkeit“, betont Dr. Rinaldo Riguzzi, Vorstandsvorsitzender der PAUL HARTMANN AG.