11. Mai 2016 | Raw & Auxiliary Materials

Matratzenbezug mit integriertem Inkontinenzschutz

Matratzenbezuges mit integriertem Inkontinenzschutz
Thorsten Malisi, bei Vowalon als Head of medilind-Hygienetextilien verantwortlich, zeigt Matratzen-Modellteile, die mit der neuen umweltfreundlich hergestellten „Außenhaut“ ausgestattet sind. Das vogtländische Textilbeschichtungsunternehmen wird sie auf der Sonderschau zu Medizin- und Gesundheitstextilien der Messe mtex+ vom 31. Mai bis 2. Juni 2016 in Chemnitz vorstellen.
Quelle: Wolfgang Schmidt

Auf der mtex+ präsentiert Vowalon aus den Produktsegmenten VOWAcar, VOWAtec und VOWAbond Lösungen für Interieur sowie Exterieur von Fahrzeugen aller Art und bietet zudem ein breites Spektrum von technischen Beschichtungen und Kaschierungen für Arbeitsschutz, Hygiene, Bekleidung und weitere Anwendungen.

 

Highlight ist ein gemeinsam mit dem Forschungsinstitut für Leder und Kunststoffbahnen (FILK), Freiberg, und Industriepartnern entwickeltes umweltfreundliches Polyurethan-Textilbeschichtungssystem, mit dem sich die Firma um den Innovationspreis der mtex+ bewirbt. Während PUR-Beschichtungen bislang unter Verwendung von umweltschädlichen Lösungsmitteln wie Dimethylformamid (DMF) erzeugt werden, sind bei der Neuentwicklung die zur Beschichtung erforderlichen Polymere in Wasser gelöst.

Wasserabweisend, atmungsaktiv, koch- und waschbeständig, flammfest
„Der große Vorteil besteht darin, dass die gesamte Herstellungskette nahezu schadstofffrei bleibt, folglich auch das Endprodukt. Der Einsatz herkömmlicher Lösungsmittel geht gegen Null“, erläutert Geschäftsführer Gregor Götz: „Wir zeigen auf der Sonderschau der mtex+ zu Medizin- und Gesundheitstextilien den Prototyp eines mit der neuen Technologie hergestellten Matratzenbezuges mit integriertem Flüssigkeits- bzw. Inkontinenzschutz. Das Material verfügt über vergleichbare Eigenschaften wie die herkömmlich erzeugten Produkte; es ist wasserabweisend, atmungsaktiv sowie koch- und waschbeständig und kann flammfest ausgerüstet werden. Wir wollen künftig die Erzeugnisse unsere Produktionsreihe medilind mit der neuen Technologie produzieren.“ 

Damit liegt das Unternehmen voll im Trend: Die EU-Chemikalienverordnung REACH, Textillabels wie Öko-Tex 100 und einschlägige Leitlinien verschiedener Anwender-Branchen fordern in verstärktem Maße die Reduzierung von umweltschädlichen Lösungsmitteln in Herstellungsprozess und Endprodukten.

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