09. Februar 2017 | Research & Development

Preis für Projekt 4D Textil

Prof. Thomas Gries, Kristina Simonis und David Schmelzeisen mit dem RWTH Innovation Award
Prof. Thomas Gries, Kristina Simonis und David Schmelzeisen mit dem RWTH Innovation Award (von links nach rechts)
Quelle: Andreas Schmitter
Die wissenschaftlichen Mitarbeiter Dr. Valentine Gesché, David Schmelzeisen und Kristina Simonis des Instituts für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen University unter Leitung von Prof. Thomas Gries haben den ersten Preis des RWTH Innovation Awards gewonnen. Verliehen wurde der Preis für ihr Projekt „4D Textil – Additive Fertigung hybrider Werkstoffe für zeitlich formveränderliche Anwendungen“.

In diesem Projekt werden Mikrostrukturen durch einen 3D-Drucker in Textilien gedruckt. Das Verbundsystem begegnet Einflüssen von außen durch Verformungen. So entsteht eine Verformung ohne externe Energiezufuhr, denn die benötigte Energie wird selbst im Textil durch Vorspannung gespeichert. Eine Änderung der Umgebung (bspw. Ansteigen der Temperatur oder Veränderung der Feuchtigkeit) führt zu einer Formänderung der gedruckten Mikrostruktur und damit zu einer Bewegung des Hybridmaterials 4D Textil.

Um die Forschung weiterzubringen, wird gerade ein internationales Graduiertenkolleg zwischen der Bergischen Universität Wuppertal, dem Massachusetts Institute of Technology, USA, der Massachusetts Universität Lowell, USA, und der RWTH vorbereitet. Momentan ist das Team auf der Suche nach neuen Kooperationspartnern für weitere Anwendungsfelder des innovativen Hybridwerkstoffs.

Der RWTH Innovation Award wurde in diesem Jahr zum dritten Mal verliehen. Jedes Jahr werden drei Projekte prämiert, die die Innovationskraft der Region Aachen besonders betonen. Prof. Malte Brettel, Prorektor für Wirtschaft und Industrie der Universität Aachen, überreichte die Urkunden im Rahmen der Veranstaltung RWTHtransparent im Hörsaalzentrum C.A.R.L. Der zweite Preis wurde an Moritz Cramer, Philipp Goergens, Dr. Simon Koopmann und Fabian Potratz vom Institut für Hochspannungstechnik, der dritte Preis an Dr. Rebecca Engel und Dr. Marcus Rose vom Institut für Technische und Makromolekulare Chemie vergeben.
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