04. Mai 2015 | News, Views & Markets

Deutschland ist Exportweltmeister für technische Textilien

Ob textile Stents für Herzoperationen, antibakteriell beschichtete Kittel für Operationssäle oder Textilstrukturen zur Zellimplantation – technische Textilien sind unverzichtbarer Bestandteil der modernen Medizintechnik. Als besonders leichtes, körperfreundliches Material haben Textilien den Bereich der Medizintechnik in den letzten Jahren revolutioniert. Ihr flexibler Einsatz und ihre variablen Ausrüstungsmöglichkeiten machen Textilien zu idealen Assistenten im medizinischen Alltag.

„Deutschland ist Exportweltmeister für technische Textilien“, erklärt Ingeborg Neumann, Präsidentin des Gesamtverbandes der deutschen Textil- und Modeindustrie. Im vergangenen Jahr exportierten deutsche Textilunternehmen mehr technische Textilien als jeder andere Staat. Deutsche Unternehmen haben 2014 mit technischen Textilien einschließlich Vliesstoffen einen Umsatz von etwa 13 Milliarden Euro erzielt. Technische Textilien werden außerdem in der Automobil-, Luft- und Raumfahrtindustrie, als Textilbeton im Hoch- und Tiefbau, im technischen Umweltschutz als Geotextilien und in vielen weiteren Einsatzbereichen verwendet.

Nach dem europäischen Markt sind vor allem Kunden aus den USA an technischen Textilien aus Deutschland interessiert. Insgesamt beträgt das Umsatzvolumen der deutschen Textil-und Modeindustrie mit den USA etwa 500 Millionen Euro jährlich. Die Branche setzt sich deswegen nachdrücklich für das Freihandelsabkommen TTIP zwischen der EU und des USA ein: „Unsere Branche braucht einheitliche Standards und einen möglichst freien Handel. Wegfallende Zollsätze führen zu niedrigeren Preisen. Das dient sowohl den Verbrauchern als auch der Sicherung der Arbeitsplätze in Deutschland“, erklärt Ingeborg Neumann.




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