02. Dezember 2015 | News, Views & Markets

Fitesa: 20 Mio. Euro für neue Produktionslinie

Der Vlies-Hersteller Fitesa investiert laut einem gestrigen Zeitungsbericht in der „Peiner Allgemeinen“ in Peine am Standort Woltorfer Straße 20 Mio. Euro in eine neue Produktionslinie. Nach Angaben von Geschäftsführer Henning Waßmann soll die Produktionsmenge auf mehr als 20.000 Tonnen jährlich ausgebaut und damit verdoppelt werden. Parallel sollen 30 neue Mitarbeiter eingestellt werden, bisher seien bei Fitesa (ehemals Corovin) 95 Angestellte tätig.

Das Peiner Werk liefert Roh-Vlies auf Rollen an die drei großen Hersteller Procter & Gamble („Pampers“), Kimberly-Clark und SCA. Rund 90 Prozent seines Umsatzes mache Fitesa mit Hygieneartikeln wie Baby-Windeln und Damenbinden, der Rest entfalle auf Filtersysteme und Einmalbekleidung für Krankenhäuser. Die jährliche Produktionskapazität liege bei rund 1.200 Quadratkilometern. Damit könnte man, so der Geschäftsführer, den Landkreis Peine gut zwei Mal einwickeln. Produziert werde größtenteils für den europäischen Markt.

Für die Erweiterung der Fabrik soll laut Bericht eine neue Halle mit einer rund 150 Meter langen Produktionslinie gebaut werden. Räumlich sei das kein Problem, denn das Grundstück an der Woltorfer Straße umfasse eine Gesamtfläche von etwa 65.000 Quadratmetern. Der Neubau soll im kommenden Frühjahr beginnen.

Der Standort in Peine wurde 1969 gegründet, stellt seit Anfang der 1970er-Jahre zuerst Kunstleder sowie später Vliesstoffe her. Fitesa ist ein Unternehmen des brasilianischen Konzerns Evora, der seinen Sitz in Porto Alegre hat. Die Gruppe hat Produktionsstandorte in Nord- und Südamerika, Europa und Asien.
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