09. Juli 2015 | Technology & Machinery

Lamilux erweitert Produktionskapazität für faserverstärkte Kunststoffe

Einweihung in Rehau für 20-Millionen-Investitionen
Quelle: LAMILUX

LAMILUX expandiert und investiert: Das familiengeführte Unternehmen hat in den vergangenen Monaten eine neue Fertigungsanlage für faserverstärkte Kunststoffe und ein neues Bürogebäude an seinem Verwaltungs- und Produktionsstandort Rehau errichtet. In beide Maßnahmen sind insgesamt 20 Millionen Euro geflossen. Im Beisein des Bayerischen Staatministers für Finanzen, Landesentwicklung und Heimat, Dr. Markus Söder, ist nun die offizielle Einweihung und Inbetriebnahme gefeiert worden.

Bei der neuen Produktionsstätte, angesiedelt im Rehauer Gewerbegebiet „Am Frauenberg II“, handelt es sich um eine hochmoderne Flachbahnanlage, die in einer Produktionshalle von 223 Meter Länge und 30 Meter Breite untergebracht ist. Damit verfügt LAMILUX als europaweit führender Produzent faserverstärkter Kunststoffe über die nunmehr fünfte Anlage dieser Art. Die Investitionssumme belief sich auf 13 Millionen Euro. Die weitere Produktionsstraße bedeutet für LAMILUX eine enorme Erweiterung seiner Produktionskapazitäten als Antwort auf die international steigende Nachfrage nach innovativen High-Tech-Verbundwerkstoffen.

Sieben Millionen Euro hat LAMILUX in den Neubau eines viergeschossigen Verwaltungsgebäudes mit integrierter Kantine investiert. Es ist am Hauptsitz des Unternehmens in Rehau entstanden und ist mittlerweile der optisch prägende Bau auf dem weitläufigen Firmengelände. In jedem der Stockwerke bieten die modernen Büroräume Platz für rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Erdgeschoss befindet sich die Kantine mit dem Namen „LAMEETeria“. Der große, repräsentative Raum ist für mehr als 300 Personen ausgelegt und ist der zentrale Treffpunkt des Unternehmens geworden.

LAMILUX Faserverstärkte Kunststoffe - unter diesem Markenname werden Platten und Bahnen aus glasfaserverstärkten Kunststoffen (GfK) und kohlefaserverstärkten Kunststoffen (CfK) in unterschiedlichen Farben sowie verschiedenen Zuschnitten und Oberflächen gefertigt. Das Material gehört zu den Verbundwerkstoffen, denen eine stetig wachsende Bedeutung in vielen Bereichen der verarbeitenden Industrie zukommt

In dem Produktionsprozess werden Fasermatten in einem kontinuierlichen Verfahren mit verschiedenen Harzen und chemischen Zusätzen getränkt. Dabei durchlaufen die Matten mehrere Stationen, an denen unter anderem bestimmte Parameter wie Dicke, Farbe, Glasgehalt und Aushärtungsgrad bestimmt werden können. Sie sind für die chemischen und mechanischen Eigenschaften entscheidend. Das Ergebnis: ein hochfester, untrennbarer Verbund. Weitere Bearbeitungsstationen wie Zuschnitt oder Coronabehandlung folgen.

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