23. Februar 2015 | News, Views & Markets

Oerlikon weiter auf Erfolgskurs

Oerlikon: starkes Umsatzwachstum von 16,1 % und Bestellungseingang plus 9,0 % in 2014.
Quelle: Oerlikon
Umsatz und Bestellungseingang gesteigert
Der Oerlikon Konzern steigerte im Geschäftsjahr 2014 den Umsatz um 16,1 % auf CHF 3.215 Mio. (2013 angepasst: CHF 2.270 Mio.) und den Bestellungseingang um 9,0 % auf CHF 3.028 Mio. (2013 angepasst: CHF 2 779 Mio.). Die Segmente Surface Solutions und Drive Systems weisen einen höheren Umsatz aus, während die Segmente Manmade Fibers und Vacuum aufgrund der erwarteten Marktnormalisierung und wegen Bestellungsverzögerungen einen leichten Rückgang verzeichneten.
Das Service- und Ersatzteilgeschäft konnte um 34,3 % weiter ausgebaut werden. Dies entspricht 28,5 % des Konzernumsatzes. Die regionale Umsatzentwicklung präsentiert ein zunehmend ausgewogenes Bild: In Nordamerika nahm der Umsatz um 31 % auf CHF 632 Mio. (19,7 % des Konzernumsatzes) zu, in Europa stieg er um 24 % auf CHF 1.161 Mio. (36,1 % des Konzernumsatzes), und in Asien verbesserten sich die Umsätze um 4 % auf CHF 1.266 Mio. (39,4 % des Konzernumsatzes). Der Anteil der übrigen Regionen am Konzernumsatz betrug CHF 156 Mio. oder 4,8 %.


Anhaltend hohe Profitabilität
2014 erzielte der Oerlikon Konzern im vierten Jahr in Folge eine EBITDA-Marge von über 15 % sowie eine zweistellige EBIT-Marge. Dies selbst unter Berücksichtigung der einmaligen Integrations- und akquisitionsbezogenen Rechnungslegungseffekte im Zusammenhang mit der Metco-Transaktion. Die EBITDA-Marge erreichte 16,3 % und die EBIT-Marge lag bei 11,2 %. Das Konzern-EBITDA verbesserte sich um 8,7 % auf CHF 525 Mio. (2013 angepasst: CHF 483 Mio.), während das EBIT leicht auf CHF 360 Mio. zunahm (2013 angepasst: CHF 359 Mio.). Das Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten belief sich auf CHF 247 Mio. (2013 angepasst: CHF 253 Mio.), unter Berücksichtigung des Verkaufs des Segments Advanced Technologies. Der Konzerngewinn erreichte mit CHF 202 Mio. (2013: CHF 201 Mio.) das Vorjahresniveau. Der Geldfluss aus operativer Geschäftstätigkeit vor Veränderung des Nettoumlaufvermögens belief sich im Berichtsjahr auf CHF 427 Mio. Die erzielte Kapitalrendite (ROCE) von 10,4 % ist zurückzuführen auf die Erhöhung des operativen Nettovermögens (Net Operating Assets) durch die Metco-Akquisition und die Tatsache, dass sieben Monate der Profitabilität von Metco im operativen Gewinn (NOPAT) erfasst wurden.

Erfolgreiche Schritte in der Portfolioausrichtung
Oerlikon trieb 2014 die strategische Entwicklung des Konzernportfolios weiter voran. Mit dem Ziel einer weiteren Fokussierung des Portfolios auf die Kerntätigkeiten vollzog der Konzern durch die Akquisition von Metco und den Verkauf des Segments Advanced Technologies den zehnten und elften Schritt in der Portfolioausrichtung. Dank der Metco-Akquisition stärkte Oerlikon das Geschäft für Oberflächenlösungen maßgeblich und schaffte einen globalen Technologieführer mit einem Gesamtzielmarkt von rund CHF 9 Mrd. (vorher: CHF 3 Mrd.). Das neu gebildete Segment Surface Solutions – eine Zusammenführung der beiden Marken Oerlikon Balzers und Oerlikon Metco – unterhält rund 145 Standorte in 35 Ländern, wovon mehr als 140 Standorte Service- und Produktionscenter sind. Das Segment bietet eine attraktive Plattform für nachhaltiges Wachstum mit dem Potenzial, die prognostizierten Wachstumsraten von 4 bis 6 % der Endmärkte, in denen das Segment tätig ist, zu übertreffen. Die Akquisition und die erstmalige Konsolidierung von Metco generierten erhebliche, teilweise einmalige liquiditätswirksame und liquiditätsunwirksame Einflüsse in der konsolidierten Erfolgsrechnung 2014, was sich auf die Profitabilität des Segments Surface Solutions und des Oerlikon Konzerns auswirkte. Der Verkauf des Segments Advanced Technologies wurde im Dezember 2014 angekündigt und am 2. Februar 2015 abgeschlossen. Der Verkauf erlaubt es dem Konzern, den Fokus künftig auf die Kerngeschäfte mit kritischer Größe und strategischem Wachstumspotenzial zu richten. Das Segment Advanced Technologies ist im Jahresbericht 2014 unter «Nicht fortgeführte Aktivitäten» ausgewiesen, und die Ergebnisse des Jahres 2013 wurden zu Vergleichszwecken angepasst.

Finanzielle Flexibilität erhöht
Oerlikon ergriff in der Berichtsperiode Maßnahmen, um das Fälligkeitsprofil des Konzerns zu verlängern und die finanzielle Flexibilität zu erhöhen. Der Konzern vermochte erfolgreich unbesicherte Vorzugsobligationen über CHF 300 Mio. mit Fälligkeit 2019 und über CHF 150 Mio. mit Fälligkeit 2024 zu platzieren. Zudem verlängerte der Konzern seine syndizierte Kreditlinie bis 2016. Die erfolgreiche Finanzierung unterstreicht, dass Oerlikon vollen Zugang zu den Kapitalmärkten genießt und dass die Märkte Vertrauen in die Leistungsfähigkeit des Konzerns haben. Dieses solide finanzielle Fundament erlaubt es Oerlikon, sein Portfolio gemäß der strategischen Zielsetzung des nachhaltigen profitablen Wachstums weiter zu entwickeln. Per Ende 2014 verfügte Oerlikon weiterhin über eine solide Finanzposition. Die Bilanzsumme belief sich auf CHF 4.966 Mio. (2013: CHF 4.094 Mio.), und der Konzern wies ein (auf Konzernaktionäre zurechenbares) Eigenkapital von CHF 2.188 Mio. aus, was einer Eigenkapitalquote von 44 % entspricht. Die Nettoliquidität betrug CHF 114 Mio. (2013: CHF 981 Mio.).

Wachsendes Servicegeschäft
2014 setzte Oerlikon den Ausbau des globalen Netzwerks fort und baute das Service- und Ersatzteilgeschäft weiter aus. Im Vergleich zum Vorjahr wuchs der Anteil des Dienstleistungsgeschäftes am Konzernumsatz um 34,3 % auf 28,5 % vom Gesamtumsatz.

Anhaltend hohe Investitionen in FuE
Um die führende Position im Technologiesektor zu stärken, hat Oerlikon auch 2014 weiterhin in Innovationen investiert. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) erhöhten sich 2014 um 19,8 % auf CHF 121 Mio. (2013 angepasst: CHF 101 Mio.). Das entspricht rund 4 % des Umsatzes. Im Zusammenhang mit dem Engagement in Forschung und Entwicklung hat Oerlikon im Jahr 2014 108 neue Patente angemeldet.

Entwicklung im vierten Quartal: Wachstum bei Bestellungseingang und Umsatz
Im vierten Quartal 2014 verzeichnete der Oerlikon Konzern eine Zunahme im Bestellungseingang um 15,9 % auf CHF 801 Mio. (Q4 2013 angepasst: CHF 691 Mio.) sowie ein Umsatzwachstum von 25,4 % auf CHF 873 Mio. (Q4 2013 angepasst: CHF 696 Mio.). Die EBITDA-Marge lag bei 15,5 % (EBITDA Q4 2014: CHF 136 Mio.) und die EBIT-Marge bei 10,0 % (EBIT Q4 2014: CHF 88 Mio.).

Antrag auf Dividendenerhöhung
Angesichts der soliden Finanzposition, dem starken Geldfluss und der nachhaltigen Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns im Jahr 2014 hat der Verwaltungsrat beschlossen, der Generalversammlung vom 8. April 2015 eine Dividendenerhöhung auf CHF 0.30 je Aktie vorzuschlagen. Dies stellt die dritte Dividendenerhöhung in Folge dar und entspricht der Dividendenpolitik des Konzerns. Die Dividende wird aus den Kapitalreserven entnommen. Basierend auf dem bisherigen Leistungsausweis hat der Verwaltungsrat eine Änderung der Dividendenpolitik gutgeheißen: Künftig kann eine Dividende von bis zu 50 % des operativ zugrunde liegenden Konzerngewinns ausgeschüttet werden, je nach Verfügbarkeit der Mittel (bisher bis 40 %). Die vorgeschlagene neue Dividendenpolitik unterstreicht die nachhaltige Ausrichtung des Geschäftsmodells von Oerlikon, die operative Leistungsfähigkeit und die Fähigkeit zur Generierung von Geldfluss sowie die marktführende Position innerhalb der Branche.

Ausblick 2015
Oerlikon geht davon aus, dass im laufenden Jahr sowohl das weltweite Wirtschaftsumfeld generell als auch die Herausforderungen in einzelnen Schlüsselmärkten anspruchsvoll bleiben. Der Konzern wird sich diesen Herausforderungen stellen und strategische und operative Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit vorantreiben. Bei der Auswahl von Investitionen und dem Einsatz von Ressourcen wird der Konzern umsichtig und diszipliniert vorgehen. Ziel bleibt stets, die operative Leistungsfähigkeit weiter zu steigern. Oerlikon wird seine starke Finanzposition und seine Technologieführerschaft nutzen, um nachhaltiges, profitables Wachstum zu erzielen.

Für das Jahr 2015 prognostiziert Oerlikon bei konstanten Wechselkursen die folgenden Kennzahlen:


  • Zunahme des Bestellungseingangs um ca. 10 %

  • Umsatzwachstum von ca. 5 %

  • EBITDA-Marge auf Vorjahresniveau


Unter Berücksichtigung der aktuellen Wechselkurse erwartet Oerlikon für 2015 einen Währungseffekt von rund 11 bis 12 % auf die ausgewiesenen Zahlen für den Bestellungseingang und den Umsatz, bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung des Margenprofils und insbesondere der Wettbewerbsfähigkeit in den Schlüsselmärkten.

Mehr Informationen: www.oerlikon.com


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