16. Oktober 2014 | News, Views & Markets

Textilbündnis

Am heutigen 16. Oktober 2014 gründete Bundesentwicklungshilfeminister Gerd Müller (CSU) das Bündnis für Nachhaltige Textilien, das sich für konkrete Verbesserungen der sozialen und ökologischen Standards in der Textil- und Bekleidungsindustrie einsetzt. Rund 30 Unternehmen und Organisationen zählten bei der Gründung zu den Erstunterzeichnern, die sich nun gemeinsam an die Umsetzung des erarbeiteten Aktionsplanes begeben.

Die Fördergemeinschaft Körperverträgliche Textilien e. V. (FKT) steht dem neuen Bündnis für Nachhaltige Textilien äußerst positiv und aufgeschlossen gegenüber. „Aus humanitärer Sicht ist es längst überfällig, innerhalb der Textilbranche und vor allem in Drittländern für ein existenzsicherndes Einkommen, faire Mindestlöhne und menschenwürdige Arbeitsbedingungen an sicheren Arbeitsplätzen zu sorgen. Darüber hinaus ist es unabdingbar, dem Verbraucher unschädliche Textilien zur Verfügung zu stellen“, so Prof. Dr. Heinrich Planck, Vorstand der FKT.

Mit der wissenschaftlich entwickelten Körperverträglichkeitsprüfung setzt sich die FKT für die Bewertung und Kennzeichnung körperverträglicher Textilien ein. Sie vergibt das Prüfsiegel „Medizinisch getestet - Schadstoffgeprüft“, ein verlässliches Qualitätsmerkmal für wissenschaftlich und unabhängig geprüfte Textilien. Es kennzeichnet Textilien, aus denen sich keine Chemikalien freisetzen, die die Haut irritieren oder den Menschen gesundheitlich schädigen können. Durch die am Markt einzigartige Kombination aus sensitiver Schadstoff- und wirkungsbezogener Körperverträglichkeitsprüfung entsteht doppelt geprüfte Sicherheit. Hersteller hochwertiger Textilien sichern sich durch die wissenschaftliche Zertifizierung nachweisbar ihre Qualitätsstandards und schaffen hohes Vertrauen beim Endkunden.

„Mit unserer wissenschaftlich entwickelten Körperverträglichkeitsprüfung und unserem Prüfsiegel bieten wir Herstellern und Endverbrauchern einen Mehrwert, den keine andere Prüfung leisten kann. Wir arbeiten mit dem Ziel, die Qualität textiler Produkte zu verbessern und die Gesundheit der Menschen zu schützen“, so Planck.

Zahlreiche der FKT Mitgliedsfirmen sind sich bereits seit langen Jahren ihrer sozialen und humanitären Verantwortung bewusst und arbeiten daher mittlerweile über lange Zeiträume nur mit streng geprüften Zulieferern, die ihren Beschäftigten auf allen Stufen der Produktionskette faire Bedingungen bieten. Vielfach wird dabei auch auf die Produktion in firmeneigenen Betriebsstätten und in regionaler Nähe gesetzt. Die FKT selbst dagegen ist weder mit der Produktion noch dem Vertrieb von Textilien beschäftigt, sondern sieht ihre Aufgabe in der Qualitätsverbesserung textiler Produkte zum Schutze der Gesundheit des Verbrauchers.

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