18. Februar 2015 | News, Views & Markets

WTO-Kommission soll Handelsstreit mit China wegen Chemiezellstoff beilegen

Das kanadische Unternehmen Tembec hat den Vorstoß von Kanadas Wirtschaftsminister Ed Fast, eine Kommission der World Trade Organization (WTO) zur Lösung des Handelsstreits mit China wegen Chemiezellstoff einzuberufen, begrüßt.

Tembec ist ein weltweit führender Hersteller von Spezialzellulose, die in einer enormen Brandbreite von Anwendungen über viele Industrien hinweg zum Einsatz kommt, unter anderem in der Kosmetik- und Pharmaindustrie, im Bereich Personal Care, in Lebensmitteln, Beschichtungen, Elektronik und Energie.

Aufgrund einer Petition, die von der chinesischen Zellstoffindustrie eingereicht worden war, hatte China einige Länder, darunter Kanada, mit Zöllen für Viskosechemiezellstoff belegt. Diese Zölle wirken sich negativ auf die Geschäfte von Tembec und das der Kunden des Unternehmens aus, da Tembec auf den Marktzugang in China zum Verkauf des Viskosechemiezellstoff angewiesen ist.

Tembec betreibt Anlagen in Nordamerika und Frankreich und beschäftigt rund 3.400 Mitarbeiter. Das Unternehmen ist an der Börse in Toronto gelistet und erwirtschaftet laut eigenen Angaben einen Umsatz von rund 1.6 Milliarden USD im Jahr. Spezialzellulose wird an den Standorten Temiscaming in Kanada (160.000 Tonnen im Jahr) und Tartas in Frankreich (150.000 Tonnen im Jahr) hergestellt. Mit einem Anteil von 34% am Umsatz ist der Bereich Spezialzellulose das wichtigste Geschäftsfeld des Unternehmens.

„Nationale Regierungen sollten keine internationalen Handelsmittel aktivieren, um Wettbewerbsangelegenheiten in ihren heimischen Industrien zu lösen“, sagte James Lopez, Vorstandsvorsitzender und CEO von Tembec. Tembec hofft, dass der Dialog zwischen Kanada und China in eine baldige Beilegung der Kontroverse mündet.

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