08. November 2017 | News, Views & Markets

Hartmann: Wachstum im Wund- und Infektionsmanagement

Der Anbieter von Medizin- und Pflegeprodukten konnte den Konzernumsatz in den ersten neun Monaten 2017 trotz einer schwierigen Marktsituation gegenüber dem Vorjahr um 3,2 % auf 1.514,7 Mio. EUR steigern. Wie aus Heidenheim berichtet, war das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) in Höhe von 93,3 Mio. EUR (Vorjahr 103,5 Mio. EUR) durch hohe regulatorische Kosten und den derzeit sehr hohen Preisdruck auf den Märkten für Medizin- und Pflegeprodukte belastet. Das Konzernergebnis lag mit 63,6 Mio. EUR um 6,7 % unter dem Vorjahresergebnis (68,2 Mio. EUR).

„Die im Vergleich zum Vorjahr rückläufige EBIT-Marge reflektiert unsere derzeitigen Anstrengungen zur Zukunftssicherung und einer noch widerstandsfähigeren Aufstellung von Hartmann“, sagt Chief Executive Officer Andreas Joehle. „Hierzu zählt die vollständige Umsetzung der europäischen Medizinprodukteverordnung genauso wie Aufwendungen für die Integration von Lindor – oder die Entwicklung und Markteinführung innovativer Produkte und Gesundheitskonzepte.“

Das Unternehmen konnte den Umsatz in allen Absatzmärkten steigern. In Europa erreichte der Konzern einen Umsatzanstieg von 2,8 %, wobei Deutschland, der weiterhin wichtigste Einzelmarkt, mit einer Wachstumsrate von 2,7 % eine ähnlich hohe Wachstumsdynamik zeigte wie das europäische Ausland. Außerhalb Europas lag das Umsatzplus bei 6,3 %. Organisches Wachstum wurde hier vor allem in Afrika, Asien und Ozeanien erzielt. Das Umsatzwachstum in den drei medizinischen Kernsegmenten, die in den ersten neun Monaten 2017 einen Anteil von 78,8 % am Gesamtumsatz der Gruppe hatten, wurde wesentlich durch innovative Behandlungs- und Diagnostikkonzepte vorangetrieben.

Im Segment Wundmanagement stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 4,3 % auf 338,2 Mio. EUR, wozu insbesondere das Behandlungskonzept HydroTherapy und vorkonfektionierte Wundversorgungs-Sets beitrugen. Der dem Segment zugeordnete Bereich Personal Healthcare erzielte ebenfalls ein Umsatzplus, das auch im dritten Quartal auf höheren Absätzen mit Veroval Selbsttests und der Veroval Diagnostik Geräteserie beruhte.

Das Segment Inkontinenzmanagement steigerte den Umsatz um 1,9 % auf 490,2 Mio. EUR. Der Umsatz im Segment Infektionsmanagement erhöhte sich um 3,7 % auf 365,2 Mio. EUR. Der organische Umsatzanstieg von 3,2 % beruhte vorwiegend auf Absatzerfolgen bei der Oberflächen- und der Händedesinfektion im Zusammenhang mit den Maßnahmen des Segments zur Verbesserung der Hygiene-Compliance in Kliniken und Pflegeeinrichtungen.
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