07. Mai 2018 | Applikationen | Medtech

Hartmann erwartet moderates Wachstum 2018

Die Hartmann Gruppe, ein internationaler Anbieter von Medizin- und Hygieneprodukten, startete positiv ins Jubiläumsjahr 2018. Getrieben durch innovative Produktlösungen und die Umsätze von Lindor im Inkontinenzmanagement legte der Konzernumsatz im 1.Quartal 2018 um 2,3 % auf 516,0 Mill. EUR gegenüber dem Vorjahr zu. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag mit 31,3 Mill. EUR auf Höhe der Erwartungen. Hartmann bleibt finanziell überaus robust aufgestellt und konnte sowohl die Eigenkapitalquote als auch den Nettofinanzstatus gegenüber dem Jahresende 2017 verbessern.

Das Segment Wundmanagement steigerte den Umsatz um 1,1 % auf 110,0 Mill. EUR. Superabsorbierende und antibakterielle Wundauflagen trugen ebenso wie das Behandlungskonzept HydroTherapy wesentlich zum Segmentwachstum bei. Der Bereich Personal Healthcare konnte ebenfalls ein organisches Wachstum erzielen.

Im Segment Inkontinenzmanagement stieg der Umsatz aufgrund der im Vorjahr noch nicht
einbezogenen Umsätze von Lindor in Spanien um 6,7 % auf 172,0 Mill. EUR. Im Segment Infektionsmanagement wurde der organische Umsatzanstieg im Wesentlichen durch negative Wechselkurseffekte kompensiert, sodass der Segmentumsatz mit 127,3 Mill. EUR auf Vorjahreshöhe lag.

Das Segment Weitere Konzernaktivitäten erzielte mit 106,7 Mill. EUR einen Umsatz auf
Vorjahresniveau. Umsatzzuwächse konnte die Hartmann Gruppe insbesondere im europäischen Ausland erzielen. In der Region West- und Südeuropa legten die Erlöse zweistellig zu, während Osteuropa mit einem moderaten organischen Umsatzwachstum herausragte. Die Region Zentraleuropa, einschließlich Deutschland, wies eine ausgeglichene organische Umsatzentwicklung auf. In Amerika und Asien wurde die Umsatzentwicklung durch stark negative Währungseffekte überlagert. Mehr als zwei Drittel des Konzernumsatzes wurden im Ausland erzielt.

EBIT unter Vorjahresniveau, Finanzprofil verbessert
Ausschlaggebend für den Ergebnisrückgang um 6,0 Mill. EUR auf 31,3 Mio. EUR waren neben dem anhaltenden Preisdruck auf Absatzmärkten höhere regulatorische Kosten, insbesondere für die Umsetzung der EU-Medizinprodukteverordnung. Die EBIT-Marge von 6,1 % (Vorjahr 7,4 %) liegt jedoch im Rahmen der Erwartungen. Das Konzernergebnis blieb mit 20,8 Mill. EUR um 4,3 Mill. EUR hinter dem Vorjahreswert zurück. Die Nettoumsatzrendite betrug 4,0 % gegenüber 5,0 % im Vorjahr. Die Nettofinanzposition der Hartmann Gruppe verbesserte sich gegenüber dem Jahresende 2017 (71,7 Mill. EUR) auf 73,9 Mill EUR. Die Eigenkapitalquote wies ebenfalls einen positiven Trend auf und lag bei 60,8 % (Ende 2017: 59,7 %).

Redigiert von Petra Gottwald

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