10. April 2019 | Applikationen | Mobiltech

Aufgedruckte Flächenheizung

Hybride Textilen
Die Heizpaste aus Carbon-Nanotubes sorgt für gleichmäßige Wärme über die gesamte Fläche.
Quelle: Heinrich Mayer GmbH

„Entweder fahren, heizen oder leuchten – so lautet der Grundsatz in der E-Mobilität“, erklärt Michael Steidle, Geschäftsführer der Heinrich Mayer GmbH, Meßstetten. Eine Alternative hat das Unternehmen parat - ein textiles Trägermaterial, das an einen Taucheranzug erinnert, wird mit einer 3D-Heizpaste aus Kohlenstoffnanoröhren bedruckt. Leicht, flexibel, formbar und genügsam im Energiebedarf kann dieser Verbundstoff als heizende Türinnenverkleidung in einem Elektromobil zum Einsatz kommen. Weil die Heizpaste auf der Rückseite des Textils angebracht ist, ist die Vorderseite für Kundenwünsche offen. Oder für weitere Funktionalitäten. Steidel: „Wir haben die Möglichkeit, die Vorderseite mit einer leitfähigen Carbon-Paste zu bedrucken und so beispielsweise die Fensterheber zu bedienen.“

Die Heizleistung dieses intelligenten Textils beziffert die Textildruckerei Mayer mit rund 10 Watt, der Einsatz liegt bei 12 Volt. Abgestrahlt von der Fläche der Fahrer- und Beifahrertür reiche das ohne weiteres, um den Fahrzeuginnenraum zu erwärmen, so die Entwickler.

Redigiert von Petra Gottwald

nach oben drucken RSS-Feed