10. April 2018 | Raw & Auxiliary Materials

Hybridtinten für gedruckte Elektronik

Wissenschaftler des INM – Leibniz-Institut für Neue Materialien, Saarbrücken, stellen während der Hannover Messe vom 23. - 27. April die von ihnen entwickelten neuen Hybridtinten vor. Leitfähige Tinten kommen heute für gedruckte Elektronik in verschiedenen Bereichen zum Einsatz, unter anderem in biegsamen Photovoltaik-Elementen, Lichtinstallationen, gebogenen Touchscreens und Sensoren oder auch in biomedizinischen Geräten. Wie das INM hervorhebt, gelang dies bislang über Inkjetverfahren nur, indem die Tinten nach dem Drucken gesintert werden.

Den Angaben zufolge sind die Tinten, die aus Gold- und Silber-Nanopartikeln sowie einer leitfähigen Polymerschicht bestehen, ohne Sintern elektrisch leitfähig. Auf diese Weise ließen sich leitfähige Strukturen ohne thermische oder UV-Behandlung drucken. Als Untergrund eigneten sich zum Beispiel Papier, Folien oder Textilien, weil das Sintern bei hohen Temperaturen entfalle. „Die neuen Tinten könnten in polaren Lösemitteln wie Wasser oder Alkohol hergestellt werden. Spezielle Eigenschaften, wie zum Beispiel Dichte oder Viskosität lassen sich je nach gewünschter Anwendung maßschneidern“, so das INM, das auch Muster zur Verfügung stellt.

Hybridtinten für gedruckte Elektronik
Leitfähige gedruckte Strukturen mit den neuen Hybridtinten
Source: INM

edited by Petra Gottwald

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