10. September 2018 | Fibers & Filaments

3D-Formteile auf Faserbasis

An der Papiertechnischen Stiftung in Heidenau nimmt eine automatisierte Versuchsanlage zur Herstellung von Faserguss-Formteilen ihren Betrieb auf. Wie berichtet, biete das Faserguss-Verfahren im Vergleich zu anderen konventionellen Fertigungsverfahren vielfältige Möglichkeiten, komplexe 3D-Formteile auf Faserbasis zur erzeugen.

 

So ermögliche die Technologie die Realisierung asymmetrischer Formen mit einem hohen Höhe-zu-Durchmesser-Verhältnis der Formteile sowie Mehrkavitätenformen. Die Wissenschaftler an der PTS wollen anhand ihrer neuen Anlage die hochgradige Einbindung von funktionalen Füllstoffen in Faserguss-Formteile untersuchen sowie den Prozess vorantreiben, um die industrielle Nutzung der funktionserweiterten Werkstoffe (Adsorption, Brandschutz) zu fördern.

Mit dieser Anlagentechnik können durch die Fertigung von Prototypen sowie Kleinserien weitere Anwendungsfelder erschlossen werden, wobei neben einer Bauteil- und Prozessentwicklung der Schwerpunkt auch auf der Qualitätssicherung liegt, um mit Endanwendern eine industrielle Umsetzung zu begleiten. Neben der Herstellung hochgefüllter Fasergussformteile auf Basis von Naturfasern können auch synthetische Kurzfasern verarbeitet und endkonturnahe 3D-Formteile hergestellt werden.

Faserguss-Anlage an der PTS
Faserguss-Formteil
Quelle: PTS
Faserguss-Anlage an der PTS
Faserguss-Versuchsstand
Quelle: PTS

Redigiert von Angelika Hörschelmann

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