11. Januar 2017 | Technology & Machinery

Ultra-präziser Schneidkopf steigert Zuschnittproduktivität um 20 Prozent und minimiert Kosten

Der Vector Auto wurde speziell für den Zuschnitt von synthetischen Materialien entwickelt.
Der Vector Auto wurde speziell für den Zuschnitt von synthetischen Materialien entwickelt.

Quelle: Lectra
Lectra hat den VectorAuto iX6 für den Zuschnitt von Kunstleder und synthetischen Materialien neu ausgestattet. Mit einem ultra-präzisen Schneidkopf lassen sich Teile für Innenraum- und Sitzkomponenten jetzt perfekt zuschneiden. „Das Risiko eines Verschmelzens von Materialschichten ist geringer, sodass mehr Lagen in einem Vorgang geschnitten werden können. Das Ergebnis: 20 % mehr Zuschnittkapazität im Vergleich zu anderen Maschinenmodellen auf dem Markt. Durch eine Schnittbildoptimierung werden die Abstände zwischen den Zuschnittteilen außerdem verringert. Die optimierte Zuschnittlösung erzielt dadurch eine um bis zu 3 % höhere Materialeffizienz. Die Kosten pro Zuschnitt werden automatisch minimiert“, berichtet das Unternehmen.

Die japanische Firma Ark, die Zuschnittteile für Autositze herstellt, konnte mit der angepassten Konfiguration sein Produktionsvolumen deutlich steigern. „Die hohe Schnittgenauigkeit, die durch die perfektionierte Messersteuerung des Vector iX6 erreicht wird, ermöglicht uns eine Steigerung unserer Produktionskapazität um beinahe 20 %“, stellt Ark-Präsident Kiichi Mizoue fest.

Die Knappheit an Rindsleder hält nach wie vor den Rohmaterialpreis hoch. Daher steigen immer mehr Automobilzulieferer auf Leder-Imitate um. Neue Kunstledervarianten und anderen Synthetik-Materialien werden bei den Verbrauchern, insbesondere in Asien, immer beliebter. Sie sind preisgünstiger und zudem widerstands-fähiger gegenüber extremen Temperaturen und Feuchtigkeit. Diese neu entwickelten Synthetik-Materialien stellen die Hersteller aber auch vor große Herausforderungen, etwa bei der Verarbeitung in Kopfstützen und Armlehnen. Für die immer ausgefalleneren Sitz-Designs werden zunehmend komplexere Formen und kleinere Teile benötigt. Die erforderlichen Abstände beim Zuschnitt nehmen zu und führen zu zusätzlichem Material-aufwand. Zudem beschränken herkömmliche Stoff-Zuschnittlösungen aufgrund des Risikos des Verschmelzens die Anzahl der Lagen pro Zuschnittvorgang.

Mit dem neuesten Vector-Modell von Lectra können diese Herausforderungen bewältigt werden. Weitere Vorteile der neuen Technologie sind die vorausschauende Wartung, die eine Maschinenverfügbarkeit von bis zu 98 % gewährleistet, und die Eclipse-Funktion, die einen kontinuierlichen Zuschnitt bei gleichzeitigem Materialvorschub ermöglicht. „Wir freuen uns, dass wir unsere Flexibilität und Reaktionsfähigkeit angesichts sich wandelnder Marktanforderungen demonstrieren können“, so Céline Choussy Bedouet, Chief Marketing and Communications Officer bei Lectra. „Die hoch spezialisierte Lösung erfüllt neue Kundenbedürfnisse, die aus einem stärker werdenden Trend entstanden sind“, fügt sie hinzu.

Redigiert von Angelika Hörschelmann

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