19. April 2017 | Fibers & Filaments

Natur pur

Die von der Lenzing Gruppe in ihrer Bioraffinerie hergestellten Biochemikalien Essigsäure, Furfural und Magnesium-Lignosulfonat wurden jetzt vom US-amerikanischen Landwirtschaftsministerium (USDA) mit dem Biobased Product Label ausgezeichnet. Diese Zertifizierung ist ein weiterer offizieller Nachweis dafür, dass die genannten Erzeugnisse der Gruppe zu 100 % aus der natürlichen und nachwachsenden Ressource Holz gewonnen werden.

„Lenzing steht für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur. Daher verwerten wir vom Kern bis zur Rinde 100 % der Ressource Holz – als Zellstoff, als Bioenergie und als Biochemikalien wie Essigsäure“, erklärt Lenzing-Vorstandsvorsitzender Stefan Doboczky. „Aus diesem Grund freuen wir uns sehr darüber, dass unsere Vorreiterrolle beim Thema Nachhaltigkeit weltweit Anerkennung findet“, so Doboczky.

An den Standorten in Lenzing und Paskov (Tschechien) wird Faserzellstoff hergestellt. In einer kaskadischen Nutzung werden dabei alle wertvollen Rohstoffe aus dem Holz herausgeholt. Essigsäure fällt bei der Zellstoffproduktion aus Buchenholz an, wird in mehreren Prozessschritten zurückgewonnen und zu hochwertiger, genussfähiger Essigsäure unter anderem für die Lebensmittelindustrie aufbereitet. Furfural ist ein Produkt, das beispielsweise als Lösungsmittel bei der Schmierölraffination zum Einsatz kommt. Magnesium-Lignosulfonat findet man in Tierfutter oder Düngemittel.

Vor wenigen Monaten wurden auch Lenzing Modal Fasern und Lenzing Viscose Fasern inklusive aller Untertypen mit dem USDA Certified Biobased Product Label ausgezeichnet. Die besonders umweltschonende Tencel Faser ist bereits seit dem Jahr 2011 als biobasiert zertifiziert.

Redigiert von Angelika Hörschelmann

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