20. April 2017 | Events & Dates

Die Mischung macht's

Mit Hybridgewebe von GKD neue Wege gehen
Das neue Teppichboden-Hybridgewebe von GKD kombiniert die typische haargarnähnliche Optik des aus Polyamidfasern gesponnenen Perlon Rips-Streichgarns von ANKER mit werkstofftypischen Eigenschaften von Edelstahl.
Quelle: GKD

Es muss nicht immer Kunststoffgewebe sein: Viele Anwendungsbereiche stellen an die eingesetzten Medien zunehmend anspruchsvolle Anforderungen. Wie man diese effizient und dauerhaft löst, weiß GKD – Gebr. Kufferath AG. Zur Techtextil präsentiert der Geschäftsbereich Industriegewebe seine ganzheitliche Beratungs-, Entwicklungs- und Fertigungskompetenz. Die Bandbreite an Webarten und Werkstoffkombinationen eröffnet auch neue Lösungsansätze für Bereiche, in denen Metallgewebe bislang nicht als Medium zur Optimierung von Produkten oder Prozessen genutzt wird. Aktuelle Beispiele sind Hybridgewebe und Weiterentwicklungen der Optimierten Tressen (OT), die GKD vorstellt. Sie erschließen vielfältiges Potenzial – von der Abwasserfiltration bis zum Teppichboden – und inspirieren damit auch zu neuen Lösungen für Querdenker.

Hybridgewebe
Wie attraktiv Hightech sein kann, beweist das Unternehmen mit einem neuen Teppichboden-Hybridgewebe. Es kombiniert die typische haargarnähnliche Optik des aus Polyamidfasern gesponnenen Perlon Rips-Streichgarns von Anker mit den werkstofftypischen Eigenschaften von Edelstahl. Kette und Schuss aus nichtrostendem Stahl – im Schuss zusammen mit Streichgarn eingesetzt – kennzeichnen diese innovative Gewebekonstruktion.

Durch die Kombination von Perlon Rips mit schimmerndem Edelstahl bietet sie optisch wie haptisch ein neues Teppichbodenerlebnis. Funktional punktet sie durch Festigkeit und Abschirmung gegen elektromagnetische Strahlen bei gleichzeitig teppichtypischer Flexibilität. Dieses aktuelle Beispiel für die webtechnischen Möglichkeiten versteht GKD als Einladung zur Diskussion neuer Ideen und Anwendungen auf der Techtextil. Denn durch intelligente Kombinationen von Materialien wie Aramid, Basalt, Glas, Keramik oder auch Polymeren mit metallischen Drähten und Fasern entwickelt und fertigt der Webspezialist hochleistungsfähige Gewebekonstruktionen. Sie verbinden eigentlich ausschließende Eigenschaften in einem Produkt und führen dadurch oftmals auch zu signifikanten Kosteneinsparungen. So ersetzt die Kombination prozessrelevanter Werkstoffeigenschaften in einem Hybridgewebe beispielsweise aufwendige Spezialbeschichtungen. Neben textiler Haptik oder metallischer Leitfähigkeit können auch Eigenschaften wie mechanische Stabilität, Gewichtsreduktion, gutes Reinigungsverhalten, feine Trennleistungen oder spezifische Oberflächenvergrößerungen gezielt miteinander verbunden werden.

Optimierte Tressen
Eine vielfach bewährte Gewebekonstruktion für herausfordernde Aufgaben in der Feinstfiltration bietet GKD mit den Optimierten Tressengeweben. In der Polymerfiltration kommt diese spezielle Bindung mit einer Feinheit von 10 µm als OT10 zum Einsatz. Durch die besondere Porengeometrie und -anordnung lagern sich die Partikel auf der Oberfläche ab, das Gewebe verstopft nicht und die Schmutzaufnahmekapazität steigt. Die hohe Permeabilität und mechanische Belastbarkeit unterstreichen die Effizienz dieser Gewebekonstruktion. Als durchflussoptimierte Variante gewährleistet die OT6 nach Herstellerangaben dauerhaft zuverlässige Trennschärfen im Mikrofiltrationsbereich, hohe Porenstabilität und eine bis zu dreifach höhere Durchsatzleistung als Vergleichsprodukte. Das qualifiziere sie beispielsweise für zahlreiche Anwendungen in der Wasserfiltration.

Volumetric Gewebe

Kennzeichen dieser Konstruktion ist eine dreidimensionale, hochporöse Gewebestruktur. Mit unterschiedlich großen, nicht symmetrisch angeordneten Poren überzeugt sie durch einen breit gefächerten Partikelabscheidegrad bei minimalem Druckverlust. Durch die Vielzahl der verwebbaren Werkstoffe können Produkteigenschaften wie Temperaturresistenz oder Medienbeständigkeit individuell eingestellt werden. Für die Besucher der Techtextil bieten die am GKD-Stand gezeigten Beispiele eine Fülle an Anknüpfungspunkten, um spezielle Aufgabenstellungen und Lösungsansätze mit den Gewebeexperten zu diskutieren.

Techtextil: GKD Halle 3.1, Stand D79

Redigiert von Angelika Hörschelmann

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