08. Juli 2019 | Technology & Machinery

Reicofil punktet mit Spinnvlies aus Post-Consumer-Waste

Spinnvlies mit Reicofil Technologie
Die Reicofil Experten prüfen die Vliesqualität im Reifenhäuser Technikum.
Quelle: Reifenhäuser
Spinnvlies kann als Material für Hygiene- und Verpackungsprodukte dabei helfen, bis zu 50 Prozent des bisher eingesetzten Halbzeugs einzusparen und gleichzeitig die Produkteigenschaften zu verbessern. Möglich wird dies mit der Reifenhäuser Reicofil Spinnvliestechnologie. Die Anlagen und Komponenten des Troisdorfer Herstellers sind darüber hinaus in der Lage, Post-Consumer-Waste zu verarbeiten.

Dr. Andreas Rösner, Strategic Product Development, ist Experte für Nachhaltigkeit und Energieeffizienz: „Unsere neueste Maschinengeneration RF5 liefert bisher unerreichte Spinnvliesqualität. Bei Reifenhäuser sind wir ständig bestrebt, unseren Kunden eine ressourcenschonendere Herstellung innovativer Kunststoffextrusionsprodukte zu ermöglichen. Unsere Spinnvliesanlagen mit BiCo-Technologie erfüllen genau diesen Anspruch.“

Vorteile der Technologie
Das Unternehmen liefert Spinnvliesanlagen, die in der Lage sind, Spinnvliese und SMS mit niedrigstem Flächengewicht, bester Homogenität und geringstem spezifischem Energieverbrauch insbesondere für den Hygienemarkt zu produzieren. Im Prozess erfolgt die Umwandlung vom Granulat zum Nonwoven in einem einzigen Produktionsschritt. Dr. Rösner erklärt: „Unsere Reicofil Spinnvliestechnologie arbeitet mit einem geschlossenen Kühl- und Verstrecksystem. Das heißt: Erst kurz vor der homogenen Ablage kommen die Filamente mit der Umgebungsluft in Kontakt.“

Spinnvlies aus Post-Consumer-Waste
Einen höheren Anteil an Recyclingmaterial im Produkt einzusetzen, verbindet Wirtschaftlichkeit und ökologische Nachhaltigkeit optimal miteinander. „Bei Reifenhäuser leisten wir unseren Anteil zur Unterstützung der Circular Economy. Natürtlich wird eine große Aufmerksamkeit der In-line Recycling-Fähigkeit gewidmet, so dass im besten Fall kein Abfall während der Produktion entsteht,“ erklärt Dr. Rösner. „Aber auch gereinigte PET-Flakes aus Post-Consumer-Waste können mit unserer Reitruder-Technologie direkt ohne Qualitätsverlust gegenüber Virgin-Material verarbeitet werden. Dadurch, dass die Anlage die Verarbeitung sowohl von PET als auch Polyolefinen lediglich durch Umspülen ermöglicht, wird die mögliche Produktvielfalt erhöht und das Handling und die Kosten für die Produktion enorm reduziert. Die wirtschaftliche Verarbeitbarkeit von Recyclaten, PCW-Flakes bis zu Biodegradables beweisen unsere Kunden mit ihren innovativen Lösungen “, führt Dr. Rösner weiter aus.

Weltweit größtes Forschungs- und Entwicklungszentrum
Am Standort Troisdorf betreibt der Markt- und Technologieführer für Spinnvliesanlagen das weltweit größte Forschungs- und Entwicklungszentrum für Vliesstoffproduktion. Während die eigenen Anlagen weiterproduzieren, können Kunden hier das Technikum mit Unterstützung der Reicofil Experten für ihre Entwicklungen nutzen.

„Mit unserer neuesten Anlagentechnologie RF 5 und unserem Know-how zu Extruderentwicklung, Schneckendesign und Fertigung sind wir der perfekte Partner für innovative Spinnvliesprodukte für den Hygiene- und Verpackungsmarkt -  nicht nur mit PCW-Recycling“, betont Dr. Andreas Rösner.

Auf der K 2019 in Düsseldorf zeigen die Troisdorfer vom 16. bis 23. Oktober, wie man Produkte mit den aktuellen Technologien RF5 und RF Smart weiterentwickeln kann.

K 2019: Halle 17, Stand C22

Redigiert von Angelika Hörschelmann

nach oben drucken RSS-Feed