09. Juli 2018 | Raw & Auxiliary Materials

CHT-Gruppe: 2017 erfolgreichstes Jahr der Unternehmensgruppe

Die CHT-Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2017 zum 5. Mal in Folge einen Umsatzrekord von 456 Mill. Euro, das entspricht einem Plus von 9 % gegenüber dem Vorjahr. Das erfreuliche Wachstum gegenüber 2016 resultiert vor allem aus der Akquisition der ICM Silicones Group, einem nordamerikanischen Silikonspezialisten mit Standorten in den USA, UK, Italien und China. Mit dieser strategischen Investition hat die CHT-Gruppe das bestehende Silikongeschäft mehr als verdoppelt und beabsichtigt, es weltweit maßgeblich auszubauen und neue Marktanteile hinzuzugewinnen.
Darüber hinaus leistete 2017 die Geschäftsentwicklung mit der Textilindustrie in Deutschland, Brasilien, Indien, Mexiko und Pakistan einen unerwartet starken Umsatzbeitrag.
Das gruppenweite Betriebsergebnis (EBIT) blieb insbesondere aufgrund deutlich gestiegener Rohstoffkosten hinter den Erwartungen zurück. Bei einigen Rohstoffgruppen verzeichnet das Unternehmen Mitte 2018 Kostensteigerungen von über 80 %. Bis zum Jahresende ist überdies mit keiner Entspannung, sondern mit weiteren Rohstoffpreiserhöhungen zu rechnen.

„Für 2018 erwarten wir ein eher moderates Umsatzwachstum. Aufgrund der gestiegenen Rohstoffkosten und der Verknappung einiger Rohstoffe ist die Marktbearbeitung für uns nicht einfacher geworden“, so Dr. Frank Naumann, CEO der CHT Gruppe. „Dennoch haben wir uns auf die schwierigen Marktbedingungen eingestellt und wir ergänzen und optimieren unser Produktportfolio. Der Rohstoffeinkauf ist zu einer nervenaufreibenden Aufgabe geworden. Als Folge davon sind in diesem Jahr für uns deutliche Preiserhöhungen in allen Produktbereichen und Industriesegmenten unumgänglich.“

Neben Akquisitionen tragen Investitionen und vor allem Innovationen zum Erreichen der Wachstumsziele bei. Die CHT-Gruppe hat auch 2017 rund 11 Mill. Euro verstärkt in den Ausbau ihrer Technologien, in moderne Fertigungsstandorte und in den Personalaufbau investiert. 2017 lag die globale Forschungs- und Entwicklungs-Quote bei 4,1 % (+0,1 p.p. gegenüber 2016). Am Stammsitz in Deutschland mit den Kompetenzzentren und der zentralen Forschungs- und Entwicklungsabteilung betrug sie 6,6 % (+0,1 p.p. über 2016).

Ende 2017 waren in der Gruppe 2.186 Mitarbeiter beschäftigt, davon rd. 1/3 im Inland an den Standorten in Tübingen, Dußlingen, Oyten und Geretsried. Durch die Akquisition der ICM Silicones Group wuchs die CHT-Gruppe um knapp 200 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Redigiert von Petra Gottwald

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