30. August 2019 | Fibers & Filaments

Kelheim Fibres: Biobasierte High-Tech Werkstoffe auf der Composites Europe

Der Ruf nach der Substitution von erdölbasierten Substanzen durch Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen wird immer lauter - auch auf der Composites Europe, bei der Funktionalität und Performance modernster Werkstoffe im Fokus stehen. Die Viskosespezialfasern des Bayerischen Herstellers schlagen hier zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie sind aus reinem Holz-Zellstoff hergestellt und tragen das FSC- bzw. PEFCTM-Siegel, welche beide für nachhaltige und verantwortungsbewusste Waldwirtschaft stehen. Die Fasern sind als kompostierbarer Werkstoff nachgewiesen, werden also am Ende ihrer Lebensdauer vollständig biologisch abgebaut und leisten damit einen Beitrag zur Reduzierung von Plastikmüll und Mirkoplastikverschmutzung.

Gleichzeitig können die Spezialfasern auf Kundenwunsch maßgeschneidert werden und ermöglichen die Herstellung zukunftsträchtiger Werkstoffe mit integrierter Funktionalität. Dafür haben die Kelheimer verschiedene Optionen im Gepäck: So bieten sie Kurzschnitt-Fasern an, die in karbonisierter Form in Compounds eingearbeitet werden und dort elektromagnetische Abschirmung oder auch elektrische Leitfähigkeit erzeugen können.

Einen ähnlichen Effekt verfolgt man auch mit der Spezialfaser Electra, eine Viskosefaser mit elektrisch leitendem Additiv im Inneren der Faser. Beschränken wollen sich die Faserexperten aber darauf nicht: „Wir möchten auf der
Composites Europe 2019 neue Ideen generieren und Enwicklungspartnerschaften fördern“, erklärt Dr. Roland Scholz aus dem F&E-Team der Bayern. „Darauf sind wir mit unseren Labors und Pilotanlagen in Kelheim ausgerichtet – und der Kunde profitiert vom Mehrwert einer auf seine Bedürfnisse zugeschnittenen Faser.“

Kelheim Fibres freut sich auf viele interessante Begegnungen auf der Composites Europe vom 10. – 12. September in Stuttgart (Stand A36 der Bayern Innovativ in Halle 7).

Redigiert von Angelika Hörschelmann

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