08. November 2018 | News, Views & Markets

Wacker: Innovationen in China

Der Münchner Chemiekonzern Wacker stellt auf der China International Import Exhibition CIIE neue Technologien und Hightech-Produkte aus. In der installierten virtuellen Hololens-Demo könnten Besucher erleben, wo und wie Siliconprodukte im Elektroauto eingesetzt würden.

Zu den präsentierten Highlights gehöre beispielsweise das erste industrielle 3D-Druckverfahren für Siliconelastomere, das zukunftweisende Möglichkeiten für Auto-, Luft-, Raumfahrt-, Gesundheits- und Maschinenbauindustrie böte. Basierend auf dem „Drop on Demand“-Verfahren ließen sich auch Produkte mit komplexen Geometrien und bisher nicht herstellbaren Designs ausdrucken. Die Temperaturbeständigkeit, Tieftemperaturflexibilität oder Biokompatibilität des Silicons blieben dabei erhalten.

Außerdem stelle man 20 Mikrometer dünne Präzisionsfilme aus Silicon mit einer Spannungsfestigkeit von 100 kV/mm vor. Diese besäßen gute elektrische und mechanische Eigenschaften, seien langlebig und könnten ohne Bedenken im Freien eingesetzt werden. Aufgrund ihrer elektroaktiven Eigenschaften machen die Siliconfilme beispielsweise Bewegungen in Funktionstextilien sichtbar oder könnten in Wearables eingesetzt werden sowie zur Stromerzeugung in Meereswellenkraftwerken beitragen. Als Aktoren könnten solche Folien auch eine angelegte Spannung in Bewegung umzusetzen. Diese Eigenschaft ließe sich gezielt für die Entwicklung von arbeitenden Pumpen, elektrischen Relais, künstlichen Muskeln oder Lautsprechern nutzen.
Silicone werden im E-Auto als Kleb- und Dichtstoff bzw. als Verguss- und Beschichtungsmaterial
Silicone werden im E-Auto als Kleb- und Dichtstoff bzw. als Verguss- und Beschichtungsmaterial in vielen Komponenten wie Batterie, Elektromotor oder Leistungselektronik verwendet, wo sie eine hohe Zuverlässigkeit und lange Lebensdauer gewährleisten. Wärmeleitende Silicone tragen außerdem zu einer effizienten Kühlung von Batterie und elektrischen Komponenten bei, die häufig designbedingt viel Wärme produzieren
Der 3D-Druckprozess für Kaugummirohmassen erlaube es, Produkte in verschiedensten Farben, Formen und Geschmacksrichtungen herzustellen
Der 3D-Druckprozess für Kaugummirohmassen erlaube es, Produkte in verschiedensten Farben, Formen und Geschmacksrichtungen herzustellen
Quelle: Wacker

Redigiert von Thobias Quaß

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