14. September 2018 | News, Views & Markets

Wird sich Hurrikan Florence auf Baumwollpreise auswirken?

In seinem monatlichen Economic Newsletter geht John Devine, Senior Economist bei Cotton Inc. auf mögliche Auswirkungen von Hurrikan Florence auf die Baumwollpreise ein.

Es handelt sich dabei um das zweite Unwetter für den Baumwollgürtel der USA in nur einem Monat. Erst in der vergangenen Woche war der tropische Sturm Gordon über die Anbauregion im mittleren Süden, also die Staaten, die entlang des Mississippi liegen, hinweggezogen. Er hatte vor allem viel Regen und Wind gebracht.

Bei Hurrikan Florence handelt es sich um einen deutlich heftigeren Sturm, der die Baumwollproduktion entlang der US-Ostküste beeinträchtigen könnte. Um den möglichen Schaden zu beurteilen, lohnt ein Blick auf die Zahlen, die das US-Landwirtschaftsministerium im September herausgegeben hatte: North Carolina, South Carolina und Virginia, die alle auf der antizipierten Strecke von Florence liegen, machen zusammen 6% des US-Abbaugebiets und 8% der Baumwollproduktion des Landes aus.

Ein weiterer Faktor, der sich auf die Höhe des Schadens auswirkt, ist der Entwicklungsstand der Pflanzen. Wenn sich die Kapseln bereits geöffnet haben und die Fasern freiliegen, sind diese anfälliger. Angesichts des Ausmaßes von Florence könnte die Wirkung auf einzelne Felder sehr deutlich ausfallen.

Da aber nur  ein kleiner Teil des US-Anbaugebiets auf der Strecke liegt, die der Sturm vermutlich nimmt, und auch nur ein Teil der Felder Pflanzen mit geöffneten Fruchtkapseln aufweisen, sollten die nationalen und internationalen Auswirkungen des Hurricans begrenzt bleiben. 

nach oben drucken RSS-Feed