Antimony Resources Aktie: 10.000-Meter-Drilling am Bald Hill – Warum die erste Ressourcenschätzung 2026

Antimony Resources Aktie: 10.000-Meter-Drilling am Bald Hill – Warum die erste Ressourcenschätzung 2026
14 März 2026 Aus Von Michael Oluwafemi

Das Antimon-Projekt in New Brunswick gewinnt rasant an Fahrt. Drei Bohrgeräte sind im Dauereinsatz, neue Zonen mit massivem Stibnit wurden entdeckt und das gesamte Programm ist vollständig bezahlt. Anleger blicken gespannt auf die ersten offiziellen Zahlen – denn der Antimon-Preis steht weltweit auf Rekordniveau.

Antimon ist eines der wichtigsten strategischen Metalle unserer Zeit. Es wird für Batterien, Halbleiter, Feuerhemmer und sogar in der Verteidigungstechnik gebraucht. Seit China seine Exporte stark einschränkt und Sanktionen gegen Russland wirken, ist der Preis auf über 60.000 US-Dollar pro Tonne gestiegen. In Nordamerika gibt es fast keine eigene Produktion. Genau hier setzt Antimony Resources Corp. (CSE: ATMY) mit dem Bald-Hill-Projekt an.

Drei Bohrgeräte im Parallelbetrieb – 4.000 Meter schon geschafft

Das Unternehmen hat das Definitionsbohrprogramm für 2026 voll angelaufen. Ursprünglich mit zwei Geräten gestartet, kam Anfang Februar das dritte Bohrgerät hinzu. Das Ziel: Die Hauptzone über 600 Meter Länge und bis 300 Meter Tiefe genau zu erfassen. Bis Anfang März 2026 waren bereits rund 4.000 der geplanten 10.000 Bohrmeter fertig.

Die Ergebnisse bestätigen das Bild: Massive Stibnit-Vorkommen mit Gehalten von 3 bis 4 Prozent Antimon über Breiten von 3 bis 4 Metern. Die mineralisierte Zone ist mittlerweile auf mindestens 700 Meter Länge und 350 Meter Tiefe erweitert. CEO Jim Atkinson betont: „Wir sind immer mehr überzeugt, dass Bald Hill ein großes und ausgedehntes System darstellt.“

Schon 2025 wurden über 5.000 Meter gebohrt und die Lagerstätte deutlich vergrößert. Insgesamt liegen nun mehr als 13.800 Bohrmeter vor. Die neuen Daten fließen direkt in ein 3D-Modell ein, das die Grundlage für die erste Ressourcenschätzung bildet.

Zusätzliche Zonen entdeckt – das System ist viel größer

Neben der Hauptzone hat das Team drei weitere Mineralisierungszonen gefunden. Besonders spannend ist die Marcus-West-Zone: Hier wurde durch Schürfarbeiten massiver Stibnit freigelegt – erst über 25 Meter, inzwischen weiter verfolgt. Die Mineralisierung verläuft parallel zur Hauptzone und erstreckt sich mindestens 150 Meter.

Auch die South-Zone zeigt antimonhaltiges Erz über mehr als 100 Meter. Historische Daten aus der Central-Zone ergänzen das Bild: Dort lagen schon früher Proben mit bis zu 8,47 Prozent Antimon vor. Atkinson sieht darin den Beweis für ein deutlich größeres System als bisher angenommen. „Das ist hochspannend – die Geologen können die Proben direkt aus dem Boden untersuchen“, sagt er.

Zusätzlich laufen Bodenproben, Prospektion und Planungen für eine Luftmessung. Bald Hill wächst damit von einer bekannten Lagerstätte zu einem echten Distriktprojekt.

Vollfinanziert bis zur Ressourcenschätzung

Im Dezember 2025 hat Antimony Resources in der ersten Tranche einer Finanzierungsrunde rund 9,5 Millionen kanadische Dollar eingesammelt. Mehr als 7 Millionen Dollar liegen aktuell auf der Bank. Das reicht locker für das komplette Explorationsprogramm, die Laboranalysen und die Vorbereitung der Bergbaugenehmigung.

„Das Programm ist vollständig finanziert“, bestätigt Atkinson. Keine weiteren Kapitalerhöhungen nötig – das gibt Sicherheit und Tempo. Die Mittel fließen direkt in die Bohrungen, die Trenching-Arbeiten und die technische Berichterstattung.

Ressourcenschätzung Mitte bis Ende 2026 im Fokus

Das Ziel ist klar: Nach Abschluss der Definitionbohrungen und aller Laborergebnisse soll eine erste offizielle Ressourcenschätzung nach NI 43-101-Standard stehen. Die Arbeiten daran laufen bereits mit externen Beratern. Experten rechnen mit einer Veröffentlichung in der zweiten Hälfte 2026.

Ein früherer technischer Bericht deutet das Potenzial auf etwa 2,7 Millionen Tonnen bei 3 bis 4 Prozent Antimon hin – das wären 80.000 bis 106.000 Tonnen enthaltenes Metall. Die aktuellen Bohrergebnisse mit teilweise über 20 Prozent Antimon in einzelnen Abschnitten lassen hoffen, dass die echte Zahl noch besser ausfällt. Danach folgen Umweltprüfungen und der Weg zur Genehmigung.

Warum Bald Hill für Nordamerika strategisch wichtig ist

Der weltweite Antimon-Markt ist hochkonzentriert. China lieferte früher über 75 Prozent des Angebots. Durch Exportbeschränkungen und geopolitische Spannungen droht ein Engpass. Die USA und Kanada suchen dringend heimische Quellen und unterstützen Projekte wie Bald Hill mit Zuschüssen und Garantien.

Bald Hill liegt verkehrsgünstig zwischen Fredericton, Sussex und Saint John. Gute Straßen, Nähe zu Häfen und eine aufgeschlossene Gemeinde machen den Standort ideal. Wenn das Projekt in Produktion geht, könnte es eine der wenigen kommerziellen Antimon-Minen außerhalb Chinas und Russlands werden – ein echter Beitrag zur Versorgungssicherheit in Nordamerika.

Fazit: Ein Projekt mit klarem Zeitplan und starkem Rückenwind

Antimony Resources treibt die Arbeiten mit hohem Tempo voran. Drei Bohrgeräte, volle Finanzierung, neue Zonen und steigende Metallpreise – alle Bausteine passen zusammen. Die erste Ressourcenschätzung 2026 wird zeigen, wie groß das Potenzial wirklich ist.

Für Anleger bleibt die Aktie spannend: Ein reines Antimon-Spiel in einem boomenden Markt, mit greifbaren Meilensteinen in den nächsten Monaten. Wer die Entwicklung verfolgt, sieht ein Projekt, das nicht nur geologisch, sondern auch strategisch überzeugt. Der Drilling-Marathon am Bald Hill läuft – und die Ergebnisse könnten bald für Aufsehen sorgen.

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