Kempten plant Investitionen in Höhe von 2,51 Millionen Euro in Smart-City-Projekte bis 2026

Kempten plant Investitionen in Höhe von 2,51 Millionen Euro in Smart-City-Projekte bis 2026
2 Dezember 2025 Aus Von Daniel Hoffmann

Wichtigste Punkte

  • Kempten investiert 2,51 Millionen Euro in Smart-City-Projekte im Jahr 2026.
  • Digitale Stelen, Verkehrsanalyse und Umweltsensorik gehören zu den zentralen Maßnahmen.
  • Ziel ist es, Mobilität, Nachhaltigkeit und digitale Bürgerservices zu verbessern.
  • Datenbasierte Stadtplanung und Klimaanpassung stehen im Mittelpunkt der Smart-City-Strategie.

Kempten treibt seine Smart-City-Transformation voran

Die Stadt Kempten bereitet eine umfassende Erweiterung ihrer Smart-City-Strategie vor. Im Jahr 2026 sollen 2,51 Millionen Euro in digitale und umweltorientierte Projekte fließen, die das städtische Leben effizienter, nachhaltiger und bürgerfreundlicher machen sollen.

Die Maßnahmen sind Teil der Teilnahme Kemptens am bundesweiten Programm „Modellprojekte Smart Cities“, das durch Ministerien und Entwicklungsinstitutionen unterstützt wird. Nach mehreren Pilotphasen tritt die Stadt nun in eine entscheidende Umsetzungsphase ein.

Digitale Stelen: Moderne Form der öffentlichen Information

Ein zentrales Element des Programms 2026 ist die Installation von 13 interaktiven digitalen Stelen. Diese sollen an wichtigen Punkten in der Innenstadt und in ausgewählten Wohnquartieren aufgestellt werden.

Die Stelen bieten schnellen Zugang zu lokalen Informationen wie kulturellen Angeboten, historischen Inhalten, Veranstaltungshinweisen und Nachrichten aus den Vierteln. Sie dienen als moderne Informationspunkte für Einwohner und Besucher und ersetzen traditionelle Anschlagtafeln oder statische Tourismusdisplays.

Die Stadt plant, die Installation bis Sommer 2026 abzuschließen und damit eines der ersten sichtbaren Ergebnisse des Projekts zu schaffen.

Sensoren für ein intelligenteres Energie- und Umweltmanagement

Kempten erweitert außerdem die sensorbasierte Überwachung in mehreren Stadtteilen. In Zusammenarbeit mit Wohnungsunternehmen, Forschungseinrichtungen und Hochschulen werden Energieverbrauchs- und Umweltdaten aus Quartieren wie Thingers und der Parkstadt Engelhalde erhoben und verglichen.

Ziel ist es, die Funktionsweise der Quartiere besser zu verstehen, Ressourcenverbräuche zu erkennen und Schwachstellen zu identifizieren. Die gewonnenen Daten sollen die Stadtplanung unterstützen und helfen, Strategien für Energieeffizienz, Klimaanpassung und nachhaltiges Wohnen zu entwickeln.

Zusätzlich sollen an rund 40 Standorten Bodenfeuchtesensoren installiert werden. Diese helfen, die Bewässerung zu optimieren, überflüssige Gießfahrten zu vermeiden und die Gesundheit von Bäumen und Pflanzen zu verbessern. Die Stadt erwartet dadurch sowohl Ressourceneinsparungen als auch einen Beitrag zu mehr Biodiversität und Klimastabilität.

Fortschrittliches Verkehrsmonitoring für die Mobilität der Zukunft

Ein weiterer Schwerpunkt der Investitionen liegt im digitalen Mobilitätsmanagement. Mehr als 40 Kameras an über 20 Standorten sollen Verkehrsdaten, Parkverhalten und Kennzeichen erfassen. Das System ermöglicht eine detaillierte Auswertung des Verkehrsflusses, die Identifikation von Engpässen und eine effektivere Steuerung des Parkraums.

Die erhobenen Daten werden zudem bei der Planung anstehender Infrastrukturprojekte helfen, etwa bei größeren Straßen- oder Brückenmaßnahmen. Darüber hinaus soll das System die Zugänglichkeit für Rettungswege verbessern und die Überwachung sicherheitsrelevanter Parkverstöße unterstützen.

Auf dem Weg zu einer datenbasierten Stadt

Alle gesammelten Daten fließen in die städtische urbane Datenplattform ein, deren vollständige Entwicklung bis 2027 vorgesehen ist. Die Plattform bündelt Informationen zu Klima, Energie, Mobilität und Umwelt in einem zentralen System. Dies ermöglicht fundiertere und transparentere Entscheidungen in der Verwaltung.

Mit dem Investitionsprogramm 2026 setzt Kempten einen klaren Kurs in Richtung einer vernetzten, effizienten und klimabewussten Zukunft. Die Smart-City-Strategie tritt in eine entscheidende Phase ein, die maßgeblich beeinflussen wird, wie digitale Technologien und Daten das städtische Leben in den kommenden Jahren prägen.