Mt Pelerin startet Crypto-IBAN und macht selbstverwahrte Kryptoassets alltagstauglicher
Wichtigste Punkte
- Mt Pelerin führt eine persönliche Crypto-IBAN ein, die direkt mit einer selbstverwahrten Wallet verknüpft ist.
- Nutzer können Überweisungen in Euro oder Schweizer Franken empfangen und senden, während ihre Vermögenswerte on-chain bleiben.
- Der Dienst unterstützt über 30 Kryptowährungen auf mehreren Blockchains.
- Sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen können nach einer Standardverifizierung eine kostenlose, personalisierte IBAN erhalten.
Ein neuer Schritt hin zur alltäglichen Kryptonutzung
Das Schweizer Fintech-Unternehmen Mt Pelerin hat ein neues Feature vorgestellt, das es als „Crypto-IBAN“ bezeichnet. Dabei handelt es sich um eine personalisierte internationale Bankkontonummer, die darauf ausgelegt ist, die traditionelle Finanzwelt mit selbstverwahrten digitalen Vermögenswerten zu verbinden.
Die Entwicklung gilt als wichtiger Versuch, Kryptowährungen alltagstauglicher zu machen, ohne das Grundprinzip der Selbstverwahrung und der Kontrolle über eigene Private Keys zu beeinträchtigen.
Im Gegensatz zu einem klassischen Bankkonto fungiert die Crypto-IBAN als direkter Fiat-Ein- und Ausgangspunkt, der mit der Wallet des Nutzers verbunden ist. Eingehende Banküberweisungen werden automatisch in Kryptowährungen umgewandelt und on-chain verbucht. Ausgehende Überweisungen ermöglichen es, Rechnungen oder Zahlungen in Euro oder Schweizer Franken zu tätigen, indem das entsprechende Krypto-Guthaben genutzt wird.
So funktioniert die Crypto-IBAN
Das Modell von Mt Pelerin bietet Nutzern eine persönliche IBAN, die auf ihren eigenen Namen ausgestellt ist. Überweisungen an diese IBAN erscheinen für Empfänger wie reguläre Banktransaktionen, obwohl die Gelder letztlich in einer Blockchain-Wallet landen.
Laut dem Unternehmen unterstützt der Dienst derzeit über 30 Kryptowährungen auf 15 Blockchains. Die Umwandlung von Fiat in Krypto erfolgt sofort bei Eingang der Zahlung. Für ausgehende Überweisungen wählen Nutzer einfach die gewünschte Kryptowährung aus, während Mt Pelerin die Umrechnung und Abwicklung im Bankensystem übernimmt.
Ein weiteres bemerkenswertes Detail ist, dass die IBAN kostenlos erhältlich ist. Obwohl Mt Pelerin betont, dass es sich nicht um ein traditionelles Bankkonto handelt, hebt das Unternehmen hervor, dass Nutzer ihre Vermögenswerte vollständig selbst verwahren und dennoch auf gewohnte Zahlungssysteme zugreifen können.
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Für Privatpersonen und Unternehmen geeignet
Der Dienst steht sowohl Privatkunden als auch Unternehmen offen. Vor der Ausstellung der IBAN ist eine Identitätsprüfung erforderlich, um internationale Compliance-Standards zu erfüllen.
Für Unternehmen könnte die Crypto-IBAN Abläufe wie Lohnzahlungen, Rechnungsmanagement oder Treasury-Prozesse mit digitalen Vermögenswerten vereinfachen. Privatnutzer wiederum erhalten eine Möglichkeit, ihre persönliche Finanzverwaltung nahtlos mit selbstverwahrten Kryptowerten zu verbinden, ohne ständig auf zentrale Börsen angewiesen zu sein.
Eine mögliche Brücke zwischen zwei Finanzwelten
Die Einführung unterstreicht die wachsenden Bemühungen innerhalb der Kryptoindustrie, eine der größten Herausforderungen des Marktes zu lösen: Blockchain-basierte Vermögenswerte leicht und intuitiv im Alltag nutzbar zu machen.
Durch die Kombination von Selbstverwahrung mit einer vertrauten Bankoberfläche möchte Mt Pelerin besonders jene Nutzer ansprechen, die die Sicherheit und Unabhängigkeit selbst verwahrter Assets schätzen, aber dennoch regelmäßig mit klassischen Banksystemen interagieren müssen.
Der Service könnte Hürden abbauen, denen Nutzer gegenüberstehen, die häufig zwischen Fiat und Krypto wechseln. Gleichzeitig wirft das Konzept Fragen zur regulatorischen Einordnung und steuerlichen Behandlung solcher hybriden Tools auf, die einem Bankkonto ähneln, ohne rechtlich als solches zu gelten.
Ausblick
Die Crypto-IBAN von Mt Pelerin stellt einen pragmatischen Schritt hin zur breiten Einführung selbstverwahrter digitaler Vermögenswerte dar. Wie stark der Dienst die Branche prägen wird, hängt letztlich von regulatorischen Entwicklungen und der Akzeptanz durch die Nutzer ab.
Aktuell deutet jedoch vieles darauf hin, dass Lösungen, die die Autonomie der Blockchain mit der Benutzerfreundlichkeit klassischer Zahlungssysteme verbinden, zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Die Crypto-IBAN ist damit ein Experiment in finanzieller Interoperabilität, das das Potenzial hat, die Verwaltung von Vermögenswerten über Bank- und Blockchain-Systeme hinweg nachhaltig zu verändern.
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