Furiose DHB-Frauen stürmen ins WM-Finale – Deutschland besiegt Frankreich 29:23

Furiose DHB-Frauen stürmen ins WM-Finale – Deutschland besiegt Frankreich 29:23
13 Dezember 2025 Aus Von Daniel Hoffmann

Rotterdam, 13. Dezember 2025 – Die deutschen Handballerinnen haben bei der Frauen-Weltmeisterschaft in den Niederlanden für einen fulminanten Auftritt gesorgt und sich mit einem beeindruckenden 29:23-Sieg gegen den Titelverteidiger Frankreich für das Finale qualifiziert. Damit haben die DHB-Frauen die Chance, nach 1993 zum zweiten Mal Weltmeisterinnen zu werden.

Starker Start dank Döll und Leuchter

Von Beginn an zeigte das deutsche Team, dass es entschlossen war, den Favoritinnen Paroli zu bieten. Angeführt von Top-Torschützin Antje Döll, die insgesamt neun Tore erzielte, und der überragenden Torfrau Katharina Filter, setzte Deutschland die Französinnen von der ersten Minute an unter Druck. Bereits nach 16 Minuten führten die DHB-Frauen mit 10:6, was Frankreichs Trainer Sebastian Gardillou zu einer frühen Auszeit zwang.

„Phänomenal, ich bin voller Emotionen und so glücklich“, sagte Döll nach dem Spiel. „Es war von Minute eins bis zur 60. ein geiles, tolles Spiel.“ Viola Leuchter trug mit drei Toren entscheidend zum starken Start bei und half, die Französinnen zunächst auf Distanz zu halten.

Französische Aufholjagd und deutsche Ruhe

Frankreich konnte zwar in einer kurzen Phase nach der Auszeit auf 11:10 verkürzen, doch Bundestrainer Markus Gaugisch nutzte die Gelegenheit für eine eigene Auszeit, die das Spiel wieder zugunsten Deutschlands drehte. „Man sieht, wie cool sie sind, wie sie Vertrauen in ihre Stärke haben. Und die Stärke heißt Defensive. Vorne haben wir heute zum ersten Mal auch richtig Ruhe bewahrt“, lobte Gaugisch seine Mannschaft.

Schlüsselereignis: Rote Karte und entscheidende Treffer

Nach der Pause entwickelte sich ein intensives Duell auf Augenhöhe. Frankreich kämpfte verbissen um jeden Ball, musste jedoch Rückschläge hinnehmen. In der 45. Minute sah Onacia Ondono nach einem harten Foul an Nieke Kühne die rote Karte, was die deutsche Abwehr zusätzlich stabilisierte. Annika Lott sorgte mit einem Doppelschlag zum 19:15 für eine entscheidende Wendung und setzte den Gegnerinnen weiter zu.

Mit der starken Leistung der Torfrau Katharina Filter, die eine Fangquote von 37 Prozent erreichte, konnte Deutschland die Führung konstant halten und den Abstand bis zum Ende ausbauen. Frankreichs Keeperin Hatadou Sako kam auf lediglich 23 Prozent Paraden. Das deutsche Team zeigte eine geschlossene Mannschaftsleistung, in der sowohl erfahrene Spielerinnen als auch junge Talente brillierten.

Finale gegen Norwegen wartet

Damit ist Deutschland sicher im WM-Finale und hat bereits mindestens die Silbermedaille sicher – das zweitbeste Ergebnis in der Geschichte des deutschen Frauenhandballs. Gegner im Finale ist am Sonntag um 17:30 Uhr in Rotterdam Norwegen, das sich mit 35:25 gegen die Niederlande durchgesetzt hat. Für die DHB-Frauen ist es die erste Finalteilnahme seit 2007, und die Vorfreude auf das Duell mit den Skandinavierinnen ist riesig.

Die Fans in Rotterdam sorgten für eine beeindruckende Atmosphäre, und die deutsche Mannschaft genoss die Unterstützung von der Tribüne. Mit einem klaren Spielplan, einer starken Defensive und präzisen Angriffen hat sich das Team selbstbewusst in das Finale gespielt und gezeigt, dass es den Titelgewinn ernsthaft anstrebt.

Ausblick auf den WM-Titel

Die DHB-Frauen haben mit dieser Leistung nicht nur ihre aktuelle Form unter Beweis gestellt, sondern auch ein Zeichen an die gesamte Weltspitze des Handballs gesendet: Deutschland ist bereit für das große Finale. Die Spielerinnen, Trainer und Fans blicken nun gespannt auf das Sonntagsspiel gegen Norwegen, in dem der Traum vom zweiten Weltmeistertitel seit 1993 greifbar wird.

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