Französisches Roulette Verstehen: Alle Regeln, Einsätze & Vorteile Für Spieler
Französisches Roulette, oft als die eleganteste Variante des klassischen Casinospiels betrachtet, fasziniert Spieler weltweit mit seinem raffinierten Charme und seinen besonderen Regeln. Während es auf den ersten Blick dem europäischen Roulette ähnelt, birgt es Nuancen, die das Spielerlebnis deutlich beeinflussen können. Ein tiefes Verständnis der französischen Roulette Regeln ist entscheidend, um dieses traditionsreiche Glücksspiel in vollen Zügen zu genießen und die damit verbundenen Vorteile optimal zu nutzen.
Das Französische Roulette-Rad und der Tisch
Das Herzstück des französischen Roulettes bildet der Kessel mit 37 Fächern, nummeriert von 0 bis 36. Die Zahlen 1 bis 36 sind abwechselnd rot und schwarz markiert, während die Null (Zéro) traditionell grün ist. Die Anordnung der Zahlen auf dem Rad ist dabei identisch mit der des europäischen Roulettes.
Der Roulettetisch ist in der Regel mit einem grünen Tuch bespannt, dem sogenannten Tableau. Die Einsatzfelder sind oft auf Französisch beschriftet, was einen der augenscheinlichsten Unterschiede zum europäischen Roulette darstellt, wo die Beschriftung in der jeweiligen Landessprache oder auf Englisch erfolgt. Spieler platzieren ihre Jetons auf diesen Feldern, um auf den Ausgang des nächsten Spins zu wetten.
Die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten
Die Einsatzmöglichkeiten beim französischen Roulette lassen sich in zwei Hauptkategorien unterteilen: Einfache Chancen (Even Money Bets) und Mehrfache Chancen (Multiple Chances oder Inside Bets).
Einfache Chancen (Outside Bets)
Diese Wetten decken größere Zahlenbereiche ab und bieten eine nahezu 50-prozentige Gewinnchance (abzüglich der Null). Sie zahlen im Gewinnfall 1:1 aus. Zu den einfachen Chancen gehören:
- Rouge / Noir (Rot / Schwarz): Eine Wette darauf, dass die Kugel auf einer roten oder schwarzen Zahl landet.
- Pair / Impair (Gerade / Ungerade): Eine Wette darauf, dass die Kugel auf einer geraden oder ungeraden Zahl landet.
- Manque / Passe (Niedrig / Hoch): Eine Wette darauf, dass die Kugel auf einer Zahl zwischen 1 und 18 (Manque) oder 19 und 36 (Passe) landet.
Mehrfache Chancen (Inside Bets & Call Bets)
Diese Wetten sind spezifischer und bieten höhere Auszahlungen, haben aber eine geringere Gewinnwahrscheinlichkeit.
- Pleine (Einzelne Zahl): Ein Einsatz auf eine einzelne Zahl (inklusive Null). Die Auszahlung beträgt 35:1.
- Cheval (Zwei Zahlen): Ein Einsatz auf zwei benachbarte Zahlen auf dem Tableau. Die Auszahlung beträgt 17:1.
- Transversale Pleine (Drei Zahlen): Ein Einsatz auf eine Reihe von drei Zahlen. Die Auszahlung beträgt 11:1.
- Carré (Vier Zahlen): Ein Einsatz auf vier Zahlen, die ein Quadrat auf dem Tableau bilden. Die Auszahlung beträgt 8:1.
- Transversale Simple (Sechs Zahlen): Ein Einsatz auf zwei benachbarte Reihen von jeweils drei Zahlen. Die Auszahlung beträgt 5:1.
- Douzaines (Dutzende): Wetten auf die erste (1-12), zweite (13-24) oder dritte (25-36) Dutzendzahlen. Die Auszahlung beträgt 2:1.
- Kolonnen (Spalten): Wetten auf eine der drei Zahlenspalten auf dem Tableau. Die Auszahlung beträgt 2:1.
Zusätzlich gibt es die sogenannten „Kesselspiele“ oder „Annoncen“, spezielle Wetten, die sich auf die Anordnung der Zahlen im Roulettekessel beziehen und oft auf einem separaten „Racetrack“ -Feld platziert werden können. Dazu gehören „Voisins du Zéro“ (Nachbarn der Null), „Tiers du Cylindre“ und „Orphelins“.
Spezielle Regeln im Französischen Roulette: La Partage und En Prison
Die Besonderheit, die das französische Roulette am stärksten von anderen Varianten abhebt und für Spieler besonders attraktiv macht, sind die Regeln La Partage und En Prison.
- La Partage: Diese Regel kommt zum Tragen, wenn die Kugel auf der Null landet und der Spieler eine einfache Chance gesetzt hat. Anstatt den gesamten Einsatz zu verlieren, erhält der Spieler die Hälfte seines Einsatzes zurück. Dies reduziert den Hausvorteil auf einfache Chancen von 2,7 % auf etwa 1,35 %.
- En Prison: Als Alternative zu La Partage kann in einigen Casinos die En Prison-Regel angewendet werden. Fällt die Kugel auf die Null, wird der Einsatz des Spielers auf einer einfachen Chance „eingesperrt“ („en prison“) und bleibt für die nächste Spielrunde auf dem Tisch. Gewinnt die eingesetzte Chance in der folgenden Runde, erhält der Spieler seinen ursprünglichen Einsatz zurück, jedoch keinen zusätzlichen Gewinn. Verliert die Wette erneut, geht der Einsatz verloren. Sollte die Kugel nochmals auf der Null landen, kann der Einsatz entweder verloren sein oder erneut „eingesperrt“ werden, abhängig von den Casinoregeln. Auch diese Regel senkt den Hausvorteil auf einfache Chancen auf 1,35 %.
Diese Regeln sind für Spieler äußerst vorteilhaft, da sie das Verlustrisiko bei einem Null-Ergebnis erheblich minimieren und somit die Gewinnchancen langfristig verbessern.
Ablauf einer Spielrunde
Eine Spielrunde im französischen Roulette folgt einem festgelegten Prozedere:
- Der Croupier fordert die Spieler mit „Faites vos jeux!“ (Machen Sie Ihre Einsätze!) auf, ihre Jetons auf dem Tableau zu platzieren.
- Die Spieler legen ihre Jetons auf die gewünschten Einsatzfelder.
- Der Croupier dreht den Roulettekessel und wirft die Kugel entgegen der Drehrichtung in den Kessel.
- Nach kurzer Zeit ruft der Croupier „Rien ne va plus!“ (Nichts geht mehr!), woraufhin keine weiteren Einsätze mehr getätigt werden dürfen.
- Die Kugel landet in einem der nummerierten Fächer des Kessels.
- Der Croupier verkündet die Gewinnzahl, deren Farbe und ob sie gerade/ungerade oder niedrig/hoch ist (z.B. „Dix-sept, rouge, impair et manque“).
- Verlorene Einsätze werden vom Tableau entfernt, und Gewinne werden entsprechend den Auszahlungsquoten an die erfolgreichen Spieler ausgezahlt.
Auszahlungsquoten und Hausvorteil
Die Auszahlungsquoten im französischen Roulette sind standardisiert und richten sich nach der Anzahl der abgedeckten Zahlen. Der Hausvorteil beim französischen Roulette liegt bei den meisten Wetten bei 2,70 %. Dank der Regeln La Partage und En Prison reduziert sich dieser Hausvorteil für die einfachen Chancen jedoch auf vorteilhafte 1,35 %. Dies macht das französische Roulette zur Variante mit dem niedrigsten Hausvorteil im Vergleich zu europäischem (2,70 %) und amerikanischem Roulette (5,26 %).
Fazit
Französisches Roulette ist mehr als nur ein Glücksspiel; es ist ein kulturelles Erlebnis, das Eleganz und strategische Tiefe vereint. Die detaillierten Regeln, insbesondere die vorteilhaften „La Partage“ und „En Prison“-Optionen, bieten Spielern im Vergleich zu anderen Roulette-Varianten einen messbaren Vorteil. Wer sich mit diesen Feinheiten vertraut macht, kann nicht nur das Spiel in seiner ganzen Pracht genießen, sondern auch seine Chancen optimieren und ein tieferes Verständnis für dieses zeitlose Casinospiel entwickeln. Das französische Roulette bleibt somit eine bevorzugte Wahl für all jene, die eine klassische und gleichzeitig spielerfreundliche Form des Roulettes suchen.
Häufig gestellte Fragen zu Französischem Roulette
Der Hauptunterschied liegt in den spezifischen Regeln „La Partage“ und „En Prison“, die im französischen Roulette angewendet werden und den Hausvorteil auf einfache Chancen zugunsten des Spielers reduzieren. Zudem sind die Einsatzfelder auf dem Tableau beim französischen Roulette traditionell auf Französisch beschriftet.
Die „einfachen Chancen“ (Rouge/Noir, Pair/Impair, Manque/Passe) bieten die besten Gewinnchancen, insbesondere wenn die Regeln La Partage oder En Prison gelten, da der Hausvorteil auf diesen Wetten auf 1,35 % sinkt.
Nein, Roulette ist ein reines Glücksspiel, und es gibt keine Strategie, die einen garantierten Gewinn verspricht. Strategien wie das Martingale-System dienen eher dem Bankroll-Management und der Einsatzprogression, können aber Verluste nicht dauerhaft verhindern.
Französisches Roulette ist bei Spielern beliebter, da es aufgrund der Regeln La Partage und En Prison einen geringeren Hausvorteil auf einfache Chancen bietet, was die Spielerquoten verbessert und das Spiel als fairer erscheinen lässt.

