Bitcoin fällt unter die Marke von 100.000 US-Dollar: Wie geht es jetzt weiter?

Bitcoin fällt unter die Marke von 100.000 US-Dollar: Wie geht es jetzt weiter?
14 November 2025 Aus Von Michael Oluwafemi

Kurze Zusammenfassung

  • Bitcoin ist kurzzeitig unter die Grenze von 100.000 US-Dollar gefallen und hat neue Marktunsicherheit ausgelöst.
  • Ein selten positiver Impuls kam von der Tschechischen Nationalbank, die einen kleinen Bitcoin-Testkauf bestätigte.
  • Fehlende US-Wirtschaftsdaten nach dem Regierungsstillstand belasten die Stimmung der Anleger deutlich.
  • Technische Indikatoren deuten auf ein steigendes Abwärtsrisiko hin, obwohl langfristige Investoren zur Ruhe gemahnt werden.

Bitcoin rutscht unter 100.000 US-Dollar, während der Marktdruck zunimmt

Bitcoin erlebte in dieser Woche eine weitere Verkaufswelle, nachdem die Kryptowährung unter die psychologisch wichtige Schwelle von 100.000 US-Dollar gefallen war. Der Rückgang verstärkt eine bereits seit Anfang November anhaltende Phase der Volatilität, die die Kryptomärkte weiterhin verunsichert. Auch wenn der kurzfristige Ausblick fragil erscheint, ist das Gesamtbild nicht ausschließlich negativ. Eine unerwartete Bitcoin-Transaktion einer europäischen Zentralbank sorgte inmitten der schwachen Marktphase für einen Hauch Optimismus.

Anleger beobachten nun genau, ob dieser Rückgang den Beginn einer tieferen Korrektur markiert oder lediglich eine vorübergehende Marktbereinigung darstellt. Außerdem weisen Analysten darauf hin, dass Schwankungen auf hohen Kursniveaus durchaus üblich sind und häufig Phasen neuer Stärke vorausgehen.

Tschechische Nationalbank bestätigt Bitcoin in Testportfolio

Einen überraschend positiven Akzent setzte die Tschechische Nationalbank (CNB), die bekanntgab, kürzlich Bitcoin im Rahmen eines experimentellen Investmentportfolios erworben zu haben. Die Position im Wert von rund einer Million US-Dollar ergänzt USD-gestützte Stablecoins sowie tokenisierte Dollar-Einlagen.

Laut CNB wurde die Bitcoin-Allokation ausschließlich zu Testzwecken im Rahmen regulärer finanzieller Aktivitäten vorgenommen, getrennt von den offiziellen Währungsreserven. Die Bank machte keine Angaben zur genauen Anzahl der gekauften Coins oder zum prozentualen Anteil im Testportfolio.

Trotz des geringen Betrags bewerten Marktbeobachter die Entscheidung als symbolisch bedeutend. Sie zeigt, dass traditionelle Finanzinstitutionen zunehmend bereit sind, digitale Vermögenswerte unter kontrollierten und regulierten Bedingungen zu prüfen.

Fehlende US-Daten verstärken die Volatilität

Ein wesentlicher Faktor für den aktuellen Druck ist eine ungewöhnliche Datenlücke in den Vereinigten Staaten. Nach dem Ende des Regierungsstillstands könnten mehrere wichtige Veröffentlichungen, darunter die Inflations- und Arbeitsmarktzahlen für Oktober, möglicherweise nie erscheinen. Infolgedessen hat sich die Unsicherheit bezüglich der nächsten Schritte der US-Notenbank deutlich verstärkt.

Der Mangel an relevanten Daten hat Anleger dazu veranlasst, Risikoanlagen breitflächig zu reduzieren. Bitcoin, das besonders sensibel auf makroökonomische Unsicherheit reagiert, fiel innerhalb von 24 Stunden auf Tiefs um 97.950 US-Dollar und verzeichnete einen Rückgang von rund 3,5 Prozent.

Außerdem hat Bitcoin die Tiefststände von Ende Juni und Anfang November unterschritten. Dies wirft neue Fragen auf, ob bald noch stärkere technische Unterstützungszonen getestet werden könnten.

Technischer Ausblick: Abwärtsrisiko, aber kein Grund zur Panik

Aus charttechnischer Sicht bleibt die Stimmung angespannt. Der 50-Tage-Durchschnitt steuert darauf zu, unter den 200-Tage-Durchschnitt zu fallen. Dieses Muster, bekannt als „Death Cross“, wird häufig als bärisches Signal interpretiert.

Falls der Verkaufsdruck anhält, sehen Analysten eine mögliche nächste Unterstützungszone im Bereich von etwa 95.000 US-Dollar. Ein Bruch darunter könnte zusätzlichen Abwärtsdruck erzeugen. Allerdings könnten gezielte Käufe zu niedrigeren Kursen ebenso schnell eine Gegenbewegung auslösen, insbesondere wenn sich das makroökonomische Umfeld stabilisiert.

Dennoch betonen Experten, dass langfristig orientierte Krypto-Investoren keinen Anlass zur Sorge haben. Der übergeordnete Trend von Bitcoin bleibt intakt und starke Schwankungen gehören weiterhin zu den typischen Eigenschaften dieser Anlageklasse.