Goldpreis bricht ein: Nach Trumps Iran-Rede verliert das Edelmetall über 2,8 Prozent – Ist der Aufwärtstrend schon vorbei?

Goldpreis bricht ein: Nach Trumps Iran-Rede verliert das Edelmetall über 2,8 Prozent – Ist der Aufwärtstrend schon vorbei?
2 April 2026 Aus Von Michael Oluwafemi

Der Goldpreis ist am Donnerstag spürbar unter Druck geraten. Der Spotpreis für eine Feinunze Gold fiel um rund 2,86 Prozent auf 4.622,84 US-Dollar. In Euro gerechnet verlor das Edelmetall etwa 2,30 Prozent und notierte bei rund 4.011 Euro pro Unze.

Der Rückgang kam vor allem nach der Rede von US-Präsident Donald Trump, in der er weitere harte Maßnahmen im Iran-Konflikt ankündigte, gleichzeitig aber auch ein baldiges Ende des Krieges in Aussicht stellte. Viele Investoren interpretierten die Aussagen als Signal für eine mögliche Deeskalation. Dadurch sank die Nachfrage nach dem sicheren Hafen Gold.

Warum Gold aktuell nachgibt

Gold gilt traditionell als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten. Sobald die geopolitische Anspannung nachlässt, verkaufen viele Anleger ihre Goldpositionen und schichten in risikoreichere Anlagen um. Genau das scheint derzeit zu passieren.

Zusätzlich drückt der etwas festere US-Dollar auf den Goldpreis. Da Gold in Dollar gehandelt wird, wird das Edelmetall für Anleger außerhalb der USA teurer, wenn der Dollar steigt. Auch der deutliche Anstieg des Ölpreises (aktuell +8,7 Prozent) hat bisher nicht ausgereicht, um den Goldpreis zu stützen.

Technische Lage des Goldpreises

Der Goldpreis hat in den letzten Wochen ein neues Allzeithoch bei über 5.400 US-Dollar erreicht. Der aktuelle Rücksetzer führt den Preis zurück in den Bereich von 4.550 bis 4.800 US-Dollar.

Viele Charttechniker beobachten nun, ob die wichtige Unterstützungszone um 4.500 US-Dollar hält. Sollte der Preis darunter fallen, könnten weitere Gewinnmitnahmen folgen. Bleibt die Zone jedoch stabil, könnte der langfristige Aufwärtstrend intakt bleiben.

Historische Entwicklung und aktuelle Einordnung

Gold hat in den letzten Jahren eine beeindruckende Rallye hingelegt. Von rund 2.983 US-Dollar im 52-Wochen-Tief bis zum Hoch bei über 5.400 US-Dollar hat das Edelmetall mehr als 80 Prozent zugelegt.

Der aktuelle Preis von etwa 4.623 US-Dollar liegt immer noch deutlich über dem langjährigen Durchschnitt und zeigt, dass Gold seine Rolle als Krisenwährung behalten hat. Allerdings scheint die extreme Aufwärtsbewegung der letzten Monate vorerst eine Pause einzulegen.

Was Anleger jetzt beachten sollten

Der Goldpreis reagiert sehr sensibel auf geopolitische Entwicklungen und die US-Dollar-Stärke. Sollte der Iran-Konflikt doch länger andauern oder es zu neuen Eskalationen kommen, könnte Gold schnell wieder anziehen. Bei einer weiteren Entspannung der Lage und einem stärkeren Dollar dürfte der Preis jedoch weiter unter Druck bleiben.

Langfristig bleibt Gold für viele Investoren eine wichtige Beimischung im Portfolio – vor allem als Schutz vor Inflation und Unsicherheit. Kurzfristig sollten Anleger die Entwicklung der Ölpreise, des US-Dollars und der Nachrichten aus dem Nahen Osten genau beobachten.

Fazit: Gold im Spannungsfeld zwischen Geopolitik und Dollar-Stärke

Der Goldpreis hat nach der Rede von Präsident Trump deutlich nachgegeben und verlor über 2,8 Prozent. Die Hoffnung auf eine baldige Entspannung im Iran-Konflikt hat die Nachfrage nach dem sicheren Hafen sinken lassen.

Trotz des aktuellen Rücksetzers bleibt Gold langfristig ein wichtiger Bestandteil vieler Portfolios. Die extreme Rallye der letzten Monate scheint vorerst eine Pause einzulegen. Ob der Preis sich schnell erholt oder weiter korrigiert, hängt vor allem von der weiteren Entwicklung im Nahen Osten und der Stärke des US-Dollars ab.

Für Anleger bedeutet das: Wer Gold als langfristige Absicherung hält, sollte die aktuelle Korrektur gelassen sehen. Wer kurzfristig spekulieren möchte, sollte die wichtigen Unterstützungszonen und die geopolitische Lage genau im Blick behalten.

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