Valve kündigt Next-Gen Steam Machine mit neuer Hardware und Controller an

Valve kündigt Next-Gen Steam Machine mit neuer Hardware und Controller an
13 November 2025 Aus Von Daniel Hoffmann

Kurzüberblick

  • Valve stellt fast zehn Jahre nach der ersten Generation eine neue Steam Machine vor.
  • Kompakte Linux-Konsole mit AMD-Zen-4-CPU und angepasster RDNA-3-Grafik.
  • Neuer Steam Controller mit verbesserten Haptikfunktionen und Touchpads erscheint gleichzeitig.
  • Veröffentlichung für Anfang 2026 geplant, Preise stehen noch aus.

Ein neuer Versuch im Wohnzimmer-PC-Segment

In einem Schritt, der viele Branchenbeobachter überrascht, hat Valve offiziell eine brandneue Steam Machine angekündigt. Es handelt sich um den zweiten großen Versuch des Unternehmens, Linux-basiertes PC-Gaming im Wohnzimmer zu etablieren. 

Obwohl die ursprüngliche Steam-Machine-Initiative nur begrenzten Erfolg hatte, kehrt Valve nun mit einem überarbeiteten Hardwarekonzept, einer gereiften Softwarebasis und gestärktem Vertrauen in SteamOS zurück. Folglich positioniert das Unternehmen das Gerät als kompakten, konsolenähnlichen PC, der hohe Gaming-Leistung ohne die üblichen PC-Komplexitäten bieten soll.

Hardware setzt auf solide Mittelklasseleistung

Zu Beginn wird die neue Steam Machine von einem sechs­kernigen AMD-Zen-4-Prozessor mit bis zu 4,8 GHz angetrieben, kombiniert mit einer angepassten RDNA-3-Grafikeinheit mit 28 Compute Units und einer Taktrate von rund 2,45 GHz. Diese Kombination verortet das Gerät klar im Bereich der Mittelklasse-Gaming-PCs, leistungsfähig genug für aktuelle Spiele, aber nicht darauf ausgelegt, mit High-End-Desktops zu konkurrieren.

Darüber hinaus stattet Valve das System mit 16 GB gemeinsam genutztem Arbeitsspeicher und 8 GB dediziertem GDDR6-Grafikspeicher aus. Das Unternehmen behauptet, die Konsole könne 4K-Gameplay mit 60 Bildern pro Sekunde und aktiviertem Raytracing liefern, sobald AMDs aktuelle FSR-Upscaling-Technik eingesetzt wird. Obwohl diese Aussage erst Praxistests standhalten muss, zeigt sie Valves Anspruch, starke Leistung auf engem Raum bereitzustellen.

Speicher, Konnektivität und Design

Als Nächstes bietet Valve zwei Speichervarianten an, ein Basismodell mit 512 GB und eine Version mit 2 TB, jeweils auf NVMe-Basis. Ein microSD-Slot ermöglicht zusätzliche Speichererweiterungen und erleichtert somit den Umgang mit umfangreichen Spielbibliotheken.

Bei der Konnektivität setzt das Gerät auf DisplayPort 1.4 mit Unterstützung für 4K bei 240 Hz sowie HDMI 2.0 für 4K bei 120 Hz, jeweils mit HDR-Fähigkeit. Auf der Vorderseite befinden sich zwei USB-A-3.2-Anschlüsse, während die Rückseite zwei USB-A-2.0-Ports und einen USB-C-3.2-Anschluss bietet. Für drahtlose Verbindungen stehen Wi-Fi 6E und Bluetooth 5.3 zur Verfügung, ergänzt durch einen Ethernet-Port für besonders stabile Online-Sessions.

Optisch kommt die Konsole in einem würfelförmigen Gehäuse mit etwa 152 × 162 × 156 mm. Die Frontplatte ist minimalistisch gestaltet und austauschbar. Hinter einem Mesh-Lufteinlass arbeitet ein neu entwickeltes Kühlsystem, das laut Valve sehr leise bleiben soll, was für Wohnzimmerumgebungen besonders wichtig ist.

Valve stellt einen neuen Steam Controller vor

Zusätzlich bringt Valve einen überarbeiteten Steam Controller auf den Markt, der speziell auf die neue Konsole abgestimmt ist. Der Controller verfügt über zwei Touchpads, verbesserte magnetische Analogsticks, Gyro-Funktionen, präziseres haptisches Feedback und eine Akkulaufzeit von bis zu 35 Stunden. Trotz seiner Ausrichtung auf die neue Steam Machine bleibt er mit Windows, macOS und bestehenden Linux-Systemen kompatibel.

Veröffentlichung und Ausblick

Abschließend plant Valve, sowohl die Steam Machine als auch den neuen Steam Controller Anfang 2026 zu veröffentlichen. Preisangaben fehlen bislang, sodass Branchenanalysten noch darüber spekulieren, wie das Gerät im Vergleich zu aktuellen Konsolen und kompakten Gaming-PCs eingeordnet wird.

Mit verbesserter Hardware, einem gereiften SteamOS und einem dynamischen Markt für hybride Gaming-Geräte scheint Valve bereit zu sein, ein Segment zurückzuerobern, das das Unternehmen einst prägte, aber nie vollständig durchsetzen konnte. Ob dieser zweite Anlauf bei Spielern ankommt, bleibt eine spannende Frage.