NVIDIA schlägt Apple und Microsoft: Warum die Schweizer Nationalbank Milliarden auf KI-Aktien setzt

NVIDIA schlägt Apple und Microsoft: Warum die Schweizer Nationalbank Milliarden auf KI-Aktien setzt
13 Juni 2026 0 Von Michael Oluwafemi

Während viele Anleger darüber diskutieren, ob der Boom rund um Künstliche Intelligenz bereits zu weit gelaufen ist, sendet die Schweizerische Nationalbank (SNB) ein anderes Signal. Die neuesten Offenlegungen ihrer US-Aktienbestände zeigen, dass die Notenbank ihre Positionen bei den größten Technologieunternehmen der Welt weiter ausgebaut hat. Besonders auffällig ist dabei die dominante Rolle von NVIDIA, das inzwischen die größte Einzelposition im US-Aktienportfolio der SNB darstellt.

Mit einem Gesamtwert von rund 173,8 Milliarden US-Dollar gehört das US-Portfolio der Schweizerischen Nationalbank zu den größten institutionellen Aktienbeständen weltweit. Die Zusammensetzung dieses Depots wird von Investoren aufmerksam verfolgt, da sie Einblicke in die langfristigen Einschätzungen einer der bedeutendsten Zentralbanken Europas ermöglicht.

Bemerkenswert ist vor allem die starke Konzentration auf Unternehmen, die von den Megatrends Künstliche Intelligenz, Cloud-Computing, Halbleitertechnologie und digitale Infrastruktur profitieren. Trotz hoher Bewertungen und einer bereits starken Kursentwicklung bleibt die SNB diesen Branchen treu.

Die größten Positionen im US-Portfolio der Schweizer Nationalbank

RangUnternehmenAnteil am Portfolio
1NVIDIA7,16 %
2Apple6,30 %
3Microsoft4,41 %
4Amazon3,38 %
5Alphabet A2,83 %

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • NVIDIA bleibt die größte Beteiligung der SNB.
  • Die Top-Positionen stammen überwiegend aus dem Technologiesektor.
  • KI- und Cloud-Unternehmen dominieren das Portfolio.
  • Die zehn größten Beteiligungen machen rund ein Drittel des gesamten US-Depots aus.

NVIDIA bleibt der wichtigste Baustein der Strategie

An der Spitze des Portfolios steht erneut NVIDIA. Der Chipkonzern hat sich in den vergangenen Jahren zum zentralen Infrastruktur-Anbieter für Anwendungen im Bereich Künstliche Intelligenz entwickelt. Die leistungsstarken Grafikprozessoren des Unternehmens werden weltweit in Rechenzentren eingesetzt und bilden die Grundlage vieler moderner KI-Systeme.

Die Schweizerische Nationalbank erhöhte ihren Bestand im ersten Quartal 2026 erneut deutlich. Insgesamt hält die Zentralbank inzwischen mehr als 71 Millionen NVIDIA-Aktien. Der Marktwert dieser Position liegt bei über 12 Milliarden US-Dollar und macht mehr als sieben Prozent des gesamten US-Portfolios aus.

Die starke Gewichtung zeigt, dass die SNB weiterhin davon ausgeht, dass die Nachfrage nach KI-Hardware langfristig hoch bleiben wird. Trotz der enormen Kursgewinne der vergangenen Jahre scheint die Notenbank das Wachstumspotenzial des Unternehmens noch nicht als ausgeschöpft zu betrachten.

Apple bleibt ein Stabilitätsanker im Depot

Auf dem zweiten Platz folgt Apple. Obwohl das Unternehmen nicht ausschließlich mit dem KI-Boom in Verbindung gebracht wird, bleibt es für institutionelle Investoren ein zentraler Bestandteil vieler Portfolios.

Apple verfügt über eines der stärksten Geschäftsmodelle der Welt. Die Kombination aus Hardware, Software und Dienstleistungen sorgt für stabile Einnahmen und hohe Margen. Zudem kann der Konzern auf eine außergewöhnlich große und loyale Kundenbasis zurückgreifen.

Die SNB hält mehr als 43 Millionen Apple-Aktien. Mit einem Marktwert von knapp 11 Milliarden US-Dollar bleibt Apple eine der wichtigsten Beteiligungen im Depot der Schweizer Notenbank. Für langfristig orientierte Investoren steht das Unternehmen weiterhin für Stabilität, Innovationskraft und starke Cashflows.

Microsoft profitiert vom KI-Zeitalter

Microsoft belegt den dritten Platz unter den größten Beteiligungen. Das Unternehmen hat sich in den vergangenen Jahren erfolgreich als einer der wichtigsten Akteure im Bereich Künstliche Intelligenz positioniert.

Neben seiner starken Stellung im Softwaregeschäft profitiert Microsoft insbesondere vom Wachstum seiner Cloud-Plattform Azure. Viele Unternehmen investieren derzeit massiv in digitale Infrastruktur und KI-Anwendungen, wodurch die Nachfrage nach Cloud-Diensten weiter steigt.

Die Beteiligung der SNB umfasst mehr als 20 Millionen Microsoft-Aktien. Mit einem Marktwert von rund 7,7 Milliarden US-Dollar zählt der Softwarekonzern weiterhin zu den wichtigsten Bestandteilen des Portfolios. Die Kombination aus KI, Cloud-Computing und Unternehmenssoftware macht Microsoft für viele professionelle Investoren zu einem der attraktivsten Technologiewerte weltweit.

Amazon bleibt mehr als nur ein Onlinehändler

Amazon gehört ebenfalls zu den größten Positionen der Schweizerischen Nationalbank. Während das Unternehmen vor allem für seinen Onlinehandel bekannt ist, liegt ein großer Teil seines Wachstums inzwischen im Cloud-Geschäft. Amazon Web Services zählt weltweit zu den führenden Anbietern von Cloud-Infrastruktur. Da immer mehr Unternehmen Rechenleistung für KI-Anwendungen benötigen, profitiert auch Amazon von diesem Trend.

Die SNB erhöhte ihre Beteiligung im ersten Quartal weiter und hält inzwischen mehr als 28 Millionen Aktien des Konzerns. Der Marktwert der Position liegt bei fast sechs Milliarden US-Dollar. Damit bleibt Amazon ein wichtiger Bestandteil der langfristigen Technologie-Strategie der Notenbank.

Alphabet überzeugt mit mehreren Wachstumstreibern

Auch Alphabet zählt zu den bedeutendsten Beteiligungen der Schweizerischen Nationalbank. Sowohl die A-Aktien als auch die C-Aktien des Unternehmens gehören zu den größten Positionen im Portfolio. Die Google-Muttergesellschaft profitiert von mehreren starken Geschäftsbereichen. Neben der dominierenden Suchmaschine gehören dazu das Werbegeschäft, die Cloud-Sparte sowie zahlreiche KI-Projekte. Mit Milliardeninvestitionen in neue Technologien versucht Alphabet, seine führende Rolle im digitalen Ökosystem weiter auszubauen. Für langfristige Investoren bleibt das Unternehmen daher ein wichtiger Baustein im Technologiesektor.

Warum die SNB weiterhin auf Technologiewerte setzt

Die aktuellen Portfoliodaten zeigen deutlich, welche Themen institutionelle Investoren derzeit als besonders wichtig betrachten. Künstliche Intelligenz, Halbleiter, Cloud-Computing und digitale Plattformen stehen weiterhin im Mittelpunkt.

Viele dieser Unternehmen verfügen über starke Marktpositionen, hohe Gewinnmargen und enorme finanzielle Ressourcen. Gleichzeitig profitieren sie von langfristigen Trends, die weit über kurzfristige Konjunkturschwankungen hinausgehen. Für die Schweizerische Nationalbank scheint deshalb klar zu sein, dass die Digitalisierung der Wirtschaft auch in den kommenden Jahren erhebliche Wachstumschancen bieten wird.

Fazit: Die Milliarden-Wette auf KI geht weiter

Die neuesten Portfoliodaten der Schweizerischen Nationalbank liefern einen spannenden Einblick in die Strategie eines der größten institutionellen Investoren Europas. NVIDIA bleibt die größte Einzelposition vor Apple und Microsoft, während Amazon und Alphabet ebenfalls hohe Gewichtungen aufweisen.

Die Zusammensetzung des fast 174 Milliarden US-Dollar schweren Portfolios zeigt vor allem eines: Die großen Technologieunternehmen stehen weiterhin im Zentrum der langfristigen Wachstumsstrategie der SNB. Trotz hoher Bewertungen setzt die Notenbank unverändert auf die führenden Gewinner der digitalen Transformation. Für Anleger ist das ein deutliches Signal, dass Themen wie Künstliche Intelligenz, Cloud-Infrastruktur und Halbleitertechnologie aus Sicht professioneller Investoren weiterhin zu den wichtigsten Zukunftsmärkten der Welt gehören.